Sonderausstellung

Pferd und Krieg

25. Juni 2014 - 26. Oktober 2014

Pferde im chemischen Krieg

Ob Bienen, Tauben, Hunde oder Pferde: Der Einsatz, aber auch Missbrauch von Tieren im Krieg war und ist kein Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Viele Menschen wissen nicht, dass Tiere bis heute für Kriegszwecke instrumentalisiert werden. Über tausende von Jahren war das Pferd in den unterschiedlichsten Funktionen das wichtigste Tier für Einsätze im Krieg. Mit dem Hauptfokus auf den Ersten und Zweiten Weltkrieg zeigt die Ausstellung unter welchen extremen Bedingungen Pferde im Krieg "funktionieren" mussten. Wo liegt die Grenze zwischen  Lebewesen und “Gebrauchsobjekt”? Wie und wo werden Tiere aktuell in Kriegs- und Konfliktgebieten eingesetzt? 

Fünf Abteilungen führen in das sensible Thema ein:  

Die Zeitleiste zeigt historische Beispiele für die Bedeutung des Pferdes im Krieg von der Antike über das Mittelalter bis zur napoleonischen Ära. Die Abteilung Tierische Soldaten widmet sich den Einsätzen anderer Tiere im Krieg wie Biene, Taube, Hund oder Delfin. Kriegsinstrument Pferd setzt den Fokus auf die Ausbildung, die Versorgung und die Einsatzmöglichkeiten von Kriegspferden. Das verletzbare Pferd gibt Einblicke in die schwierige veterinärmedizinische Versorgung von Pferden an der Front und thematisiert die Todesursachen und hohen Verluste von Pferden im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Das Pferd auf dem Heldensockel hinterfragt den gesellschaftlichen und im interkulturellen Vergleich unterschiedlichen Umgang mit Kriegspferden: Von der individuellen Auszeichnung von Pferden mit Orden bis zur Schaffung von Denkmälern und Monumenten.

"Pferd und Krieg" ist eine Austellung des Westfälischen Pferdemuseums Münster in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, Dresden.

 

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