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Das Pferd muss bleiben: Originale Filmaufnahmen im Pferdemuseum zu sehen

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Pferde unentbehrlich: Sie zogen die Pflüge über die Felder und die Kutsche zur Kirche, sie beförderten Post, Milch, Bier, Holz und Kohle. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Motorisierungswelle in der Bundesrepublik ein. Binnen weniger Jahre verschwanden hunderttausende Pferde in den Schlachthäusern, zwischen 1958 und 1965 halbierte sich die Zahl der Pferde in Westfalen von 105.276 auf 53.743. Das Pferd drohte aus dem Leben der Menschen zu verschwinden.

Doch was wäre Westfalen ohne seine Pferde? Gemeinsam mit dem "Provinzial-Verband westfälischer Reit- und Fahrvereine" veranstaltete der "Hauptverband für Zucht und Prüfung Deutscher Pferde" daraufhin am 15. März 1963 eine Großkundgebung in den ausverkauften Dortmunder Westfalenhallen. Sie forderten „Das Pferd muss bleiben“!
Es wurden verschiedene Rassen vorgestellt und die unterschiedlichen Verwendungsarten präsentiert. In einem Telegramm übermittelte der damalige Bundespräsident Heinrich Lübke den Teilnehmern die Botschaft: "Einzig und allein der Mensch entscheidet, ob das Pferd bleiben wird oder nicht. Sollte eines Tages das Pferd verschwinden, so nur durch die Schuld des Menschen."

Das Westfälische Pferdemuseum zeigt in seiner Dauerausstellung seit Kurzem die originalen Filmaufnahmen aus dem Jahr 1963. Es sind bewegte Bilder einer legendären Veranstaltung, bei der über 12.000 Zuschauer den Abschied vom Arbeitspferd und den Beginn der Ära des Sportpferdes feierten.

Pferdemuseum ab 5. Mai wieder geöffnet!

Die Zwangspause ist vorbei: Ab Dienstag, 5. Mai 2020, 14 Uhr, öffnen der Allwetterzoo und das Westfälische Pferdemuseum wieder für den Publikumsverkehr! Nach mehr als sieben Wochen besteht damit endlich wieder die Möglichkeit, Polydor und Co. einen Besuch abzustatten. Und es gibt noch einen weiteren Grund zur Freude: Die beliebte Sonderausstellung „Wildlife Photographer of the Year“, die eigentlich am 5. April 2020 zu Ende gehen sollte, wird aufgrund der Schließung um zwei Monate, bis zum 7. Juni verlängert.

Allerdings gelten zum Schutz vor Covid-19 bestimmte Auflagen, um die allgemeingültigen Regelungen mit Blick auf Hygiene und Abstände einhalten zu können. So dürfen sich nur 100 Personen gleichzeitig im Museum aufhalten, die Reitsimulatoren und andere interaktive Objekte in der Ausstellung sind abgesperrt. Die sonntäglichen Pferdeshows fallen bis Ende Juni aus. Für beide Ausstellungen gibt es eine vorgegebene Wegeführung, so dass der Besucherstrom in eine Richtung gelenkt wird und es nicht zu Staueffekten kommt. Sowohl innerhalb der Ausstellung als auch im Foyer und in der Arena ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 2 Metern einzuhalten. Zum Museumsshop erhalten maximal 5 Besucher gleichzeitig Zutritt. Darüber hinaus ist die Handdesinfektion vor Betreten des Museums und das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske für alle Besucher verpflichtend.  

Auch im Zoo gelten zum Schutz der Besucher, Mitarbeiter und Tiere besondere Regeln: Die Tierhäuser, der Zooshop und die Spielplätze bleiben vorerst geschlossen, auch die kommentierten Fütterungen und Tierpflegergespräche finden nicht statt. Um die Abstandsregelungen zu gewährleisten, ist die Anzahl der Besucher, die sich zeitgleich auf dem Zoogelände aufhalten dürfen, auf 2.700 Personen begrenzt. Wegen des eingeschränkten Angebots gelten aufgrund der besonderen Situation derzeit reduzierte Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 15 Euro, Schüler und Studenten zehn Euro und Kinder acht Euro.
Weitere Infos hierzu auf der Homepage des Allwetterzoos.

Wir hoffen sehr auf das Verständnis unserer Besucher für die notwendigen Maßnahmen sowie auf gegenseitige Rücksichtnahme während des Zoo- und Museumsbesuchs.

Corona-Krise: Pferdemuseum in Not

Ein einsamer "Polydor", ein leerer Museumsshop und "Herkules" ohne Zuschauer: Die Corona-Krise hat auch das Westfälische Pferdemuseum voll erwischt. Die Schließung des Allwetterzoos inklusive des Pferdemuseums ist – wie für viele andere – auch für das Museum eine finanzielle Katastrophe. Durch das Ausbleiben der Besucher sind für Zoo und Museum sämtliche Einnahmen komplett weggebrochen.
Obwohl der Betrieb auf ein Minimum heruntergefahren wurde, bleiben laufende Kosten. Das Team des Westfälischen Pferdemuseums arbeitet fieberhaft an Lösungen, um diese zu bewältigen.

Und auch Sie können helfen! Wir bieten ab sofort ein besonderes PferdemuseumFürZuhause-Paket zum Preis von 25 Euro (inkl. Versand) an, bestehend aus einem Geburtstagskalender, unserem Ausstellungskatalog und einem Plüschpferd. Mit dem Kauf helfen Sie uns dabei, diese schwierige Zeit zu überbrücken!
Ihre Bestellung schicken Sie bitte per Mail mit Postadresse und Betreff „Museums-Paket“ an info@pferdemuseum.de. Nach Vorkasse wird dieses dann verschickt.

Natürlich freuen wir uns auch über Spenden, die uns helfen, diese Krise zu überstehen. Jeder kleine Betrag hilft!
Unsere Bankverbindung:
Sparkasse Münsterland Ost
IBAN: DE 38 4005 0150 0000 3970 75, BIC: WELADED1MST 

Tausend Dank für Ihre Unterstützung und bleiben Sie gesund! 

"Wildlife Photographer of the Year" online entdecken

Seit Mitte März sind die Museen in Münster geschlossen. Damit hat auch die aktuelle Sonderausstellung Wildlife Photographer of the Year im Westfälischen Pferdemuseum ein plötzliches Ende gefunden. Die renommierte Fotoausstellung aus London wurde bereits zum achten Mal in Folge in Münster gezeigt und ist jedes Jahr ein Publikumsmagnet. Seit ihrer Eröffnung am 30. November 2019 kamen rund 15.000 Besucherinnen und Besucher, um sich die hundert preisgekrönten Bilder anzuschauen.
Durch die Corona-Krise musste die Ausstellung jetzt frühzeitig beendet werden – eigentlich sollte sie noch bis zum 5. April 2020 im Pferdemuseum präsentiert werden. Alle, die die Ausstellung nun nicht mehr besuchen können, haben die Möglichkeit, sich die prämierten Naturfotos digital und bequem von zuhause aus auf der Homepage des Natural History Museum London anzuschauen.

Und noch ein kleiner Trost für alle, die die diesjährige Ausstellung verpasst haben: Das Pferdemuseum zeigt ab dem 28. November 2020 – als einzige Institution in Nordrhein-Westfalen – die neue Auflage der Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“.   

Die Natur des Pferdes: Vortrag mit Reitmeister Martin Plewa am 12. März 2020

Am Donnerstag, 12. März 2020, ist der bekannte Reitmeister, Autor und Pferdewirtschaftsmeister Martin Plewa ab 19 Uhr im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster zu Gast und berichtet in einem Vortrag über die Natur des Pferdes.
So ist das Verständnis für die Natur des Pferdes eine wichtige Voraussetzung für die artgerechte Haltung und Versorgung der Tiere und ermöglicht erst eine harmonische, konfliktfreie und damit pferdegerechte Ausbildung. Jeder Reiter und Pferdehalter sollte daher über Kenntnisse zur artgerechten Haltung, zu ethologischen Grundlagen, zu Biologie, Anatomie, Physiologie, Biomechanik, Sinneswahrnehmung und Lernverhalten des Pferdes verfügen. Das Fehlen dieser Grundkenntnisse führt häufig zu Missverständnissen und gefährlichen Situationen zwischen Mensch und Tier. Nur wer sich an den natürlichen Bedürfnissen und individuellen Anlagen eines Pferdes orientiert, wird auf Dauer erfolgreich und damit harmonisch gemeinsam mit seinem Pferd Sport betreiben können.

In seinem Vortrag geht der renommierte Warendorfer Ausbilder Martin Plewa auf wesentliche Merkmale des Pferdes ein, das trotz aller Domestikation und Selektion immer noch die natürlichen Eigenschaften und Veranlagungen eines Flucht-, Lauf- und Herdentieres in sich trägt. Erklärt werden unter anderem die Sinnesorgane des Pferdes, die Wahrnehmungsweise der Umwelt, wichtige Verhaltensweisen, das Lernverhalten sowie der Ausbildungsweg zu einer Kommunikation auf der Basis von gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Nach einem theoretischen Teil folgen praktische Demonstrationen zur Bodenarbeit und zum allgemeinen Umgang mit dem Pferd. 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Westfälischen Reit- und Fahrschule Münster statt und wird mit zwei LE (im Profil 4) als Fortbildung zur Verlängerung der DOSB-Ausbilderlizenz anerkannt.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter Tel. 0251/48427-0 oder unter info(at)pferdemuseum.de erforderlich.

Der Eintritt beträgt regulär 15 Euro, für Persönliche Mitglieder der FN 10 Euro (unter Angabe der Mitgliedsnummer). Der Betrag ist bei der Anmeldung zu überweisen auf das Konto des Westfälischen Pferdemuseums Münster gGmbH unter IBAN DE02 4005 0150 0000 0651 10 unter Angabe des Verwendungszwecks „Seminar 12.03.2020/Name des Teilnehmers“. Erst nach Zahlungseingang gilt die Anmeldung als verbindlich. Für Mitglieder des Fördervereins des Westfälischen Pferdemuseums ist die Teilnahme an der Veranstaltung kostenlos.