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Pferdeshows zurück aus der Winterpause!

Die Winterpause ist endlich vorbei: Im April startet wieder das beliebte Pferdeshowprogramm im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster.
Den Anfang macht eine ganz besondere Reitform: Beate Hlacer aus Marl präsentiert am Sonntag, 7. April 2019, das Reiten im Damensattel. Diese fast vergessene Kunst findet inzwischen immer mehr Anhänger. In Deutschland gibt es seit 1997 den Verein Reiten im Damensattel e.V. – kurz RID. Er setzt sich dafür ein, das Damensattel-Reiten wieder zum Leben zu erwecken und neue Standards zu setzen. „Wir haben über hundert Mitglieder. Sogar Jugendliche reiten im Damensattel“, sagt Beate Hlacer, Regionalgruppenbeauftragte West im RID.
Anders als beim klassischen Herrensattel reitet man im Damensattel im Seitsitz, also mit beiden Beinen auf einer Seite des Pferdes. Spezielle Sattelhörner geben der Reiterin festen Halt auf dem Pferd. Welche weiteren Besonderheiten der Damensattel hat und worauf es beim Reiten ankommt, erklärt Beate Hlacer am Sonntag im Pferdemuseum.

Fotoworkshop mit Michael Lohmann

Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren, gilt für viele als Königsdisziplin der Fotografie. Um tolle Bilder von Elefant, Tiger und Co. zu bekommen, muss man jedoch nicht zwangsläufig in die Wildnis fahren und stundenlang auf der Pirsch liegen. Auch in Zoos und Tierparks lassen sich viele unterschiedliche Tierarten fotografieren. Doch wie findet man die besten Motive und wie gelingen trotz Gitter, Gräben und Glasscheiben gute Bilder? 
Worauf man bei der Tierfotografie im Zoo achten muss, weiß der erfahrene Natur- und Reisefotograf Michael Lohmann, von 2013 bis 2016 Präsident der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT). Der gebürtige Wuppertaler wurde schon früh von der Fotobegeisterung seines Vaters angesteckt und bekam mit zehn Jahren seine erste Kamera geschenkt. Seitdem liebt er es, zu reisen und unterwegs zu sein – stets mit einer Kamera im Gepäck und immer auf der Suche nach den besonderen Augenblicken, nach den magischen Momenten des Lebens. 

In Kooperation mit dem Westfälischen Pferdemuseum veranstaltet Michael Lohmann am 30. und 31. März 2019 einen zweitägigen Fotoworkshop im Allwetterzoo Münster. Die Kursteilnehmer üben an diesem Wochenende, aussagestarke und berührende Bilder von Tieren zu erschaffen. Der Profi-Fotograf gibt Anregungen, wie gute Porträts entstehen und wie eine dynamische Bewegung zwischen zwei Tieren eingefangen werden kann. Der Fotoworkshop kostet 190 Euro inklusive Zooeintritt. Da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich unter Telefon: 0251-484270 oder E-Mail: info@pferdemuseum.de. 
Der Workshop richtet sich sowohl an Fotografie-Einsteiger als auch an Fortgeschrittene. Mitzubringen sind eine Digitalkamera, egal ob Kompakt-, System- oder Spiegelreflexkamera, sowie Linsen mit verschiedenen Brennweiten und ein Stativ (falls vorhanden). Der Workshop findet anlässlich der aktuellen Sonderausstellung Wildlife Photographer of the Year statt und wird in Kooperation mit der GDT organisiert. 

2018 über 217.000 Besucher im Pferdemuseum

Das Westfälische Pferdemuseum konnte 2018 seine Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Insgesamt besuchten 217.771 Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Museum im Allwetterzoo Münster – fast 16.000 mehr als im Jahr zuvor. „Dies ist, insbesondere vor dem Hintergrund des Rekordsommers im vergangenen Jahr, in dem viele Menschen lieber ein Schwimmbad besuchten, ein hervorragendes Ergebnis“, so  Museumsdirektorin Sybill Ebers.
Großen Zuspruch erhielten vor allem die sonntäglichen Pferdeshows und die gemeinsam mit der Westfälischen Reit- und Fahrschule durchgeführte Aktion „Ran ans Pferd!“, die Kindern den ersten Kontakt zu Pferden ermöglicht. Daneben sorgten diverse Abendveranstaltungen, wie Nachts im Zoo und die Halloween-Premiere, für regen Besucherzustrom. Nicht zuletzt bescherte die Aktion „Zahl‘ was Du willst“, nicht nur dem Allwetterzoo, sondern auch dem Pferdemuseum überdurchschnittlich viele Besucher im Dezember und Anfang Januar.
Als wahre Publikumsmagneten erwiesen sich die Sonderausstellung über „Die Rückkehr des Wolfes“ im Sommer und die Fotoausstellung „Wildlife Photographer of the Year“, die das Pferdemuseum bereits zum siebten Mal in Folge exklusiv in Nordrhein-Westfalen zeigt. Ein Highlight im Januar: Am Dienstag, 29. Januar, kommt der mehrfach prämierte niederländische Fotograf Jasper Doest nach Münster, um Einblicke in seine spannende Arbeit zu geben. Am 16. und 17. März bietet Michael Lohmann, ehemaliger Präsident der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen, einen zweitägigen Fotoworkshop im Allwetterzoo an.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2002 strömten rund 3.380.000 Besucher ins Westfälische Pferdemuseum, um Polydor und Co. zu bestaunen.

Foto: Jasper Doest / Wildlife Photographer of the Year 2018

29. Januar 2019: Fotovortrag mit Jasper Doest

Der niederländische Dokumentar- und Naturschutzfotograf Jasper Doest wurde im diesjährigen Wettbewerb für seine Serie „Meet Bob“ in der Kategorie „Naturfotojournalist des Jahres“ prämiert. Bei seiner Arbeit als Fotograf geht es ihm vor allem um die Interaktion des Menschen mit der Umwelt - und um die damit einhergehenden Veränderungen. Mit seinen Bildern möchte Jasper Doest Geschichten erzählen und dem Betrachter vor Augen führen, welche Auswirkungen das menschliche Handeln auf die Natur hat.
Für seine Arbeiten wurde er bereits mehrfach bei Wettbwerben wie „Wildlife Photographer of the Year“, „World Press Photo“ und „European Wildlife Photographer of the Year“ ausgezeichnet. Er ist Mitglied in der „International League of Conservation Photographers“ (ILCP), einer Vereinigung von Umweltfotografen, und Botschafter des niederländischen WWF. 

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung Wildlife Photographer of the Year ist Jasper Doest am Dienstag, 29. Januar 2019,  ab 19 Uhr im Westfälischen Pferdemuseum zu Gast und gibt einen Einblick in seine Arbeit als Fotograf. Der Eintritt für den Vortrag beträgt 6,00 €, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Im Vorfeld des Vortrags, ab 18 Uhr, besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ zu besuchen.

Apokalypse Münsterland: Jetzt abstimmen!

Was wäre, wenn morgen die Welt unterginge – genauer: das Münsterland? Was würdest Du retten und warum? In dem Gemeinschaftsprojekt „Apokalypse Münsterland“  von Museen und Ausstellungshäuser unter der Projektleitung von Münsterland e. V. sind die Besucher aufgefordert, aus jedem teilnehmenden Museum ihr Lieblingsobjekt auszuwählen. Dazu wurde eine fiktive Geschichte erdacht: Die digitale Apokalypse ist eingetreten – auch im Münsterland. Alles ist uniform und genormt und die Gesellschaft droht zu kollabieren. Doch Wissenschaftler finden die ersehnte kulturelle Vielfalt in der Vergangenheit. Eine Dosis digitalisierte Kultur unserer Zeit soll in die Zukunft gesendet und dort eingespeist werden. Der Hilferuf, ein SOS aus der Zukunft, überwindet die Grenzen von Raum und Zeit und erreicht das Münsterland.
Auch das Westfälische Pferdemuseum nimmt an dem Kooperationsprojekt „Apokalypse Münsterland“ teil, bei dem über 25 kulturelle Einrichtungen im Münsterland digitale Vermittlungsmethoden und besucheroreintierte Ansätze ausprobieren. Das Team des Westfälischen Pferdemuseums hat im Vorfeld fünf aussagekräftige Objekte der Dauerausstellung ausgewählt, unter denen die Besucher mittels Fragebogen ihr Lieblingsobjekt küren und an der Diskussion „Was ist bewahrenswert?“ teilnehmen können.
Ende des Jahres werden aus allen Museen die gekürten Objekte mit Hilfe eines 3D-Scanners digitalisiert. Als konkretes Ergebnis entsteht eine digitale Wanderausstellung. Sie tourt im Sommer 2019 an 16 Stationen im Münsterland und verhilft den beteiligten Einrichtungen zu mehr Sichtbarkeit in der Region. Darüber hinaus zielt sie auf die Ansprache von neuen Besuchergruppen ab. 

Das Projekt wird gefördert und unterstützt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Commerzbank-Stiftung.