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Foto: Sergio Marijuan/Wildlife Photographer of the Year 2021

Deutschlandpremiere der "Wildlife Photographer of the Year"-Ausstellung 2021

Das Westfälische Pferdemuseum ist in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal Gastgeber der Deutschlandpremiere der "Wildlife Photographer of the Year"-Ausstellung. Die 100 prämierten Fotos sind hier vom 26. November 2021 bis zum 3. April 2022 zu sehen – exklusiv in NRW. 

Der Wildlife Photographer of the Year-Award, vergeben vom weltbekannten Natural History Museum in London, ist der weltweit größte und bedeutendste internationale Wettbewerb für Naturfotografie. Er findet in diesem Jahr bereits zum 57. Mal statt. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Arbeit von Naturfotografen zu fördern, um das öffentliche Interesse für den Natur- und Artenschutz zu stärken. Die ausgezeichneten Bilder sollen ein Bewusstsein für die Schönheit der Welt, aber auch für die zunehmende Zerstörung von Lebensräumen schaffen, und zum Nachdenken und Handeln anregen.
In diesem Jahr beteiligten sich Fotografen aus 95 Ländern mit über 50.000 Aufnahmen: Von Pflanzenporträts, Unterwasserwelten über Tierfotografien bis hin zu Luftaufnahmen – die Bandbreite der eingereichten Bilder ist groß und deckt alle Aspekte der Natur ab. Eine Jury aus internationalen Experten wählt daraus die 100 besten Motive aus, die anschließend als Wanderausstellung auf große Welttournee gehen.

Die Gewinner werden zwar erst Mitte Oktober in London bekannt gegeben, doch schon jetzt gibt es einen ersten Vorschmack auf die diesjährige Ausstellung. So gehört zu den Preisträgern die britische Fotografin Lara Jackson, die im Serengeti-Nationalpark in Tansania das blutverschmierte Porträt einer Löwin einfing. Das helle, sauerstoffreiche Blut am Maul der Großkatze zeugt davon, dass ihre Beute noch lebte, als die Löwin zu fressen begann. Dies passiert fast nur jungen, unerfahrenen Löwinnen – normalerweise töten die Tiere ihre Beute mit einem gezielten Biss in den Hals, ehe sie das Fleisch fressen.

Ein Tierporträt der anderen Art ist dem spanischen Fotografen Sergio Marijuán gelungen: Er hat einen jungen iberischen Luchs mit seiner Kamera festgehalten, der gerade in der Tür eines verlassenen Heubodens verharrt. Das Bild, auf das Sergio mehrere Monate warten musste, wirkt beinahe wie ein Kunstwerk. Um die Jahrtausendwende wäre der iberische Luchs, die kleine Schwesternart des eurasischen Luchses, beinahe ausgestorben. Bevölkerten noch vor wenigen Jahrzehnten mehr als 5.000 Tiere unzählige Landstriche Portugals und Spaniens, kommen sie heute in freier Wildbahn nur noch in zwei kleinen Revieren vor. Dank eines aufwändigen Schutz- und Zuchtprogramms hat sich die Zahl der Raubkatzen inzwischen wieder leicht erhöht.   

Alle weiteren Siegerfotos und der Gesamtsieger werden am 12. Oktober 2021 bei der offiziellen Preisverleihung im Natural History Museum vorgestellt, in diesem Jahr erneut im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung. Ab dem 26. November 2021 sind die 100 "Wildlife Fotografien des Jahres" dann im Westfälischen Pferdemuseum zu sehen.

Foto: Martin Plewa

Seminar "Zur Natur des Pferdes" mit Reitmeister Martin Plewa

Martin Plewa zählte über viele Jahre zu den erfolgreichsten deutschen Vielseitigkeitsreitern, war rund 15 Jahre lang Bundestrainer der deutschen Vielseitigkeits-Equipe und danach Leiter der renommierten Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster. Für seine zahlreichen reitsportlichen Verdienste wurde ihm 2001 das Deutsche Reiterkreuz in Gold verliehen, 2006 erhielt er den Ehrentitel "Reitmeister". Heute ist er ein gefragter Autor, Referent und Seminarleiter – und engagiert sich seit vielen Jahren im Vorstand des Vereins zur Förderung des Westfälischen Pferdemuseums.

Anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung lädt Martin Plewa gemeinsam mit dem Westfälischen Pferdemuseum und der Westfälischen Reit- und Fahrschule Münster alle Interessierten am Mittwoch, 29. September 2021, um 19.30 Uhr zum Seminar "Zur Natur des Pferdes" ein. Veranstaltungsort ist die Paul-Stecken-Halle der Westfälischen Reit- und Fahrschule.

Das Wissen und die Auseinandersetzung mit der Natur des Pferdes ist eine wichtige Voraussetzung für die artgerechte Haltung und Versorgung der Vierbeiner. Viele Pferdeinteressierte kommen mit viel Begeisterung und großen Emotionen zum Pferd, wobei sie nur allzu häufig Pferde vermenschlichen und damit Probleme im Umgang schaffen. Reiter haben oft auch Schwierigkeiten in der Ausbildung, weil sie das Lernverhalten des Pferdes nicht ausreichend verstehen. Daher ist es notwendig, dass alle, die mit Pferden umgehen, sich mit der Natur des Pferdes eingehend beschäftigen. Ein umfangreiches Wissen zu den natürlichen Verhaltensweisen, zu den Sinnesorganen, zum Lernverhalten und zu den natürlichen Bedürfnissen des Pferdes ist die Grundlage für eine verlässliche Kommunikation zwischen Mensch und Pferd, für die Sicherheit im Umgang sowie für das Wohlbefinden des Pferdes. Das Fehlen dieser Grundkenntnisse führt häufig zu Missverständnissen und gefährlichen Situationen zwischen Mensch und Tier. 

In seinem Seminar geht Reitmeister Martin Plewa zunächst auf wesentliche Merkmale des Pferdes ein, das trotz aller Domestikation und Selektion immer noch die natürlichen Eigenschaften und Veranlagungen eines Flucht-, Lauf- und Herdentieres in sich trägt. Im zweiten Teil wird die Ausbildung des Pferdes nach der sogenannten „Skala der Ausbildung“ praxisnah in der Reitbahn erläutert, denn die Reitlehre richtet sich nach der Natur des Pferdes und jedes Element der Ausbildungsskala lässt sich mit der Natur des Pferdes begründen.    

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Westfälischen Reit- und Fahrschule Münster statt und wird mit zwei Lerneinheiten (Profil 4) als Fortbildung zur Verlängerung der DOSB-Ausbilderlizenz anerkannt. Der Eintritt beträgt 20 Euro, für Vereinsmitglieder des Westfälischen Pferdemuseums ist die Teilnahme an der Veranstaltung kostenlos. Wer direkt vor Ort eine Jahresmitgliedschaft für den Förderverein abschließt, erhält freien Eintritt! 

Karen Duve und Bettina Bruns reiten auf den Spuren der Droste. Foto: Kerstin Ahlrichs

Fräulein Nette unterwegs: Dokumentarfilm zum Ritt feiert Premiere im Pferdemuseum

Seit Ende August reiten die Schriftstellerin Karen Duve und die Mezzosopranistin Bettina Bruns auf den Spuren von Annette von Droste-Hülshoff durch Westfalen. Die beiden Reiterinnen sind unterwegs von Burg Hülshoff bei Havixbeck, dem Geburtstort der Dichterin, bis zum Bökerhof nahe Höxter. Die Droste war dort oft bei Verwandten zu Besuch und stolperte an diesem Ort auch über eine Intrige zweier Männer, die Karen Duve in ihrem Roman "Fräulein Nettes kurzer Sommer" beschreibt.
Vom 7. bis zum 12. September geht die Reise dann wieder zurück: An verschiedenen Romanschauplätzen zwischen dem Bökerhof und Burg Hülshoff entlang der 191 Kilometer langen Route lädt das Burg Hülshoff – Center for Literature zusammen mit seinen regionalen Kooperationspartnern täglich zu Veranstaltungen mit den beiden Reiterinnen und unterschiedlichen Künstler*innen ein. Musik, Texte und Gespräche greifen immer wieder Erlebnisse und Themen des Ritts auf.

Dabei macht "Fräulein Nette" auch Halt im Westfälischen Pferdemuseum: Hier wird am 11. und 12. September 2021 ein Dokumentationskurzfilm von Robin Junicke gezeigt, der den Ritt einen Tag begleitet. Die Zuschauer sind live dabei, wenn Sattelriemen und Geduldsfäden reißen und Maismonokulturen ihren Zauber entfalten. Am Ende des Abenteuers ist man um einige Reiseweisheiten und Durchhalteparolen schlauer und lernt die beiden Künstlerinnen zu Pferde ein klein wenig besser kennen.
Der Film wird von Samstag um 12.00 Uhr bis Sonntagabend im Foyer des Museums präsentiert. Der Eintritt ist frei! 

Alle Infos zum Projekt und zum Programm von "Fräulein Nette unterwegs" gibt es auf der Homepage des Center for Literature. 

Foto: Paul Hilton/Wildlife Photographer of the Year 2020

Ausstellung "Wildlife Photographer of the Year" geht nochmals in die Verlängerung

Die Ausstellung "Wildlife Photographer of the Year" mit den Siegerbildern des weltweit größten und wichtigsten Naturfoto-Wettbewerbs wird wegen des großen Publikumsinteresse zum zweiten Mal verlängert. Sie ist nun bis zum 15. August 2021, also noch bis zum Ende der Sommerferien in NRW im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster zu sehen. Ursprünglich sollte die beliebte Foto-Schau bereits im April enden, wegen des Lockdowns und der monatelangen Schließung des Museums wurde sie jedoch bis zum 1. August 2021 verlängert. "Dank unserer guten Beziehung zum Ausrichter und Veranstalter des Wettbewerbs, dem Natural History Museum in London, können wir die Ausstellung noch weitere zwei Wochen in Münster präsentieren, so dass unsere Besucher noch länger in den Genuss dieser beeindruckenden Fotografien kommen", freut sich Museumsdirektorin Sybill Ebers. 

Die Wildlife Photographer of the Year-Ausstellung umfasst rund 100 Fotos – es gibt stille, poetische Pflanzenporträts, spektakuläre Luftaufnahmen und Fotoreportagen, die nachdenklich stimmen. Seit seiner Premiere im Jahr 1965 verfolgt der Wettbewerb das Ziel, ein Bewusstsein für die Schönheit der Welt zu schaffen. Gleichzeitig sind die preisgekrönten Fotos ein eindringlicher Appell, verantwortungsvoll mit der Natur und ihren Lebewesen umzugehen.

Zum Gesamtsieger und "Wildlife Photographer of the Year 2020" wurde der russische Fotograf Sergey Gorshkov gekürt – ausgewählt aus fast 50.000 eingereichten Aufnahmen. Gorshkov, der in seinem Heimatland bereits zwei Mal als Fotograf des Jahres ausgezeichnet wurde, überzeugte die Jury mit einem atemberaubenden Bild einer Sibirischen Tigerin. Das Tier umarmt den Stamm einer mandschurischen Tanne im fernen Osten Russlands, im beinahe einzigen verbliebenen Verbreitungsgebiet dieser Art. Gorshkov benötigte rund elf Monate, bis ihm das erhoffte Bild der prächtigen Großkatze in ihrem sibirischen Waldlebensraum gelang. "Es ist eine Szene wie keine andere. Ein einzigartiger Blick auf einen intimen Moment tief in einem magischen Wald", so Roz Kidman Cox, Vorsitzende der Jury.

Foto: Peter Lindel/Wildlife Photographer of the Year 2020

Naturfotograf Peter Lindel am 16. Juli 2021 im Pferdemuseum

Gute Nachricht für alle Foto-Fans und Naturfreunde: Der für Januar vorgesehene und wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Vortrag mit dem renommierten Naturfotografen Peter Lindel im Westfälischen Pferdemuseum wird am 16. Juli 2021 nachgeholt. Der Dortmunder Kinder-Radiologe gehört zu den Preisträgern des aktuellen „Wildlife Photographer of the Year“-Wettbewerbs und damit zur Weltspitze der Naturfotografie. Das Bild, das dem gebürtigen Münsterländer die Auszeichnung im ältesten und bedeutendsten naturfotografischen Wettbewerb der Welt brachte, zeigt eine dramatische Jagdszene in der kenianischen Masai Mara: Zu sehen ist eine Leopardin, die gerade ein junges Warzenschwein erbeutet – vor den Augen der Mutter des Ferkels.

Am Freitag, 16. Juli 2021, ist Peter Lindel ab 19 Uhr im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster zu Gast und beantwortet in einem Vortrag die Frage „Warum ausgerechnet Naturfotografie?“. Anhand von Bildern und ihrer Entstehungsgeschichte versucht er an diesem Abend zu erklären, was ihn als Arzt ausgerechnet zur Naturfotografie gebracht hat und was dabei den Reiz für ihn ausmacht. Er geht auch darauf ein, welchen Nutzen die Fotografie für die Natur hat und welche Gefahren von dem mittlerweile inflationär ausgeübten Hobby ausgehen.

Der Vortrag mit Peter Lindel findet anlässlich der aktuellen Sonderausstellung Wildlife Photographer of the Year des Pferdemuseums statt und wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) organisiert. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Im Vorfeld des Vortrags, ab 18 Uhr, besteht die Möglichkeit für einen Besuch der Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“.

Corona-Hinweis: Für den Vortrag ist eine Anmeldung unter info(at)pferdemuseum.de oder Telefon: 0251/48427-0 zwingend erforderlich, es ist nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich. Während der Veranstaltung gilt eine Maskenpflicht, der Zutritt erfolgt nur mit negativem Test bzw. mit einem entsprechenden Impf- oder Genesenennachweis.
Kurzfristige Änderungen sind aufgrund der aktuellen Situation möglich, Interessierte werden gebeten, sich vor dem Vortrag auf der Website des Museums zu informieren.