Skip to main content

Corona-Krise: Pferdemuseum in Not

Ein einsamer "Polydor", ein leerer Museumsshop und "Herkules" ohne Zuschauer: Die Corona-Krise hat auch das Westfälische Pferdemuseum voll erwischt. Die Schließung des Allwetterzoos inklusive des Pferdemuseums ist – wie für viele andere – auch für das Museum eine finanzielle Katastrophe. Durch das Ausbleiben der Besucher sind für Zoo und Museum sämtliche Einnahmen komplett weggebrochen.
Obwohl der Betrieb auf ein Minimum heruntergefahren wurde, bleiben laufende Kosten. Das Team des Westfälischen Pferdemuseums arbeitet fieberhaft an Lösungen, um diese zu bewältigen.

Und auch Sie können helfen! Wir bieten ab sofort ein besonderes PferdemuseumFürZuhause-Paket zum Preis von 25 Euro (inkl. Versand) an, bestehend aus einem Geburtstagskalender, unserem Ausstellungskatalog und einem Plüschpferd. Mit dem Kauf helfen Sie uns dabei, diese schwierige Zeit zu überbrücken!
Ihre Bestellung schicken Sie bitte per Mail mit Postadresse und Betreff „Museums-Paket“ an info@pferdemuseum.de. Nach Vorkasse wird dieses dann verschickt.

Natürlich freuen wir uns auch über Spenden, die uns helfen, diese Krise zu überstehen. Jeder kleine Betrag hilft!
Unsere Bankverbindung:
Sparkasse Münsterland Ost
IBAN: DE 38 4005 0150 0000 3970 75, BIC: WELADED1MST 
Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne eine Spendenquittung zu.

Tausend Dank für Ihre Unterstützung und bleiben Sie gesund! 

"Wildlife Photographer of the Year" online entdecken

Seit Mitte März sind die Museen in Münster geschlossen. Damit hat auch die aktuelle Sonderausstellung Wildlife Photographer of the Year im Westfälischen Pferdemuseum ein plötzliches Ende gefunden. Die renommierte Fotoausstellung aus London wurde bereits zum achten Mal in Folge in Münster gezeigt und ist jedes Jahr ein Publikumsmagnet. Seit ihrer Eröffnung am 30. November 2019 kamen rund 15.000 Besucherinnen und Besucher, um sich die hundert preisgekrönten Bilder anzuschauen.
Durch die Corona-Krise musste die Ausstellung jetzt frühzeitig beendet werden – eigentlich sollte sie noch bis zum 5. April 2020 im Pferdemuseum präsentiert werden. Alle, die die Ausstellung nun nicht mehr besuchen können, haben die Möglichkeit, sich die prämierten Naturfotos digital und bequem von zuhause aus auf der Homepage des Natural History Museum London anzuschauen.

Und noch ein kleiner Trost für alle, die die diesjährige Ausstellung verpasst haben: Das Pferdemuseum zeigt ab dem 28. November 2020 – als einzige Institution in Nordrhein-Westfalen – die neue Auflage der Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“.   

2019 über 200.000 Besucher im Westfälischen Pferdemuseum

Das Jahr 2019 war aus Sicht des Westfälischen Pferdemuseums ausgesprochen erfolgreich: Veranstaltungen und Ausstellungen lockten im vergangenen Jahr über 208.000 Besucherinnen und Besucher an. Mit diesem Ergebnis hat das Museum im Allwetterzoo Münster im dritten Jahr in Folge die 200.000er Marke übertroffen. Damit bleibt es eines der gefragtesten Museen in Westfalen.

Für das gute Ergebnis sorgten unter anderem die sonntäglichen Pferdeshows und diverse Veranstaltungen wie „Nachts im Zoo“, der Internationale Museumstag und Halloween. Als wahre Publikumsrenner erwiesen sich die Sonderausstellung "Urmel, Jim Knopf & Co." über die Augsburger Puppenkiste (11.05.2019 - 06.10.2019) und die renommierte Fotoausstellung Wildlife Photographer of the Year (30.11.2019 - 05.04.2020), die im Pferdemuseum ihre Deutschlandpremiere feierte. Präsentiert werden die Siegerbilder des weltweit bedeutendsten Fotowettbewerbs für Naturfotografie.

Zur positiven Bilanz trug auch Museumspony „Herkules“ bei: Der Wallach gehört seit Sommer 2019 zum Pferdemuseum und ist vor allem bei den jungen Gästen beliebt. Mit ihm wird in Zukunft regelmäßig die Aktion Ran ans Pferd! durchgeführt, die Kindern und Jugendlichen den ersten Kontakt zu einem Pferd ermöglichen soll.

Foto: Stefan Christmann

17. Januar 2020: Fotovortrag mit Stefan Christmann über das Leben in der Antarktis

Der studierte Physiker Stefan Christmann (geb. 1983) gehört zu den Gewinnern des diesjährigen "Wildlife Photographer of the Year"-Awards: Mit seinen spektakulären Aufnahmen vom Jahreszyklus der Kaiserpinguine gewann er 2019 den "Naturfotograf des Jahres-Portfoliopreis". Der begeisterte Naturfotograf war Mitglied des 32. und des 37. Überwinterungsteams der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer III und überwinterte sowohl 2012 als auch 2017 auf dem eisigen Kontinent. Im Gegensatz zu Touristen, die während der antarktischen Sommermonate fast ausschließlich die Regionen um die antarktische Halbinsel ansteuern, verbringen sogenannte Überwinterer nicht nur den antarktischen Sommer, sondern auch den erbarmungslos kalten südpolaren Winter auf dem Kontinent. Dazu gehören Temperaturen von bis zu minus 44 Grad und eisige Winde mit Geschwindigkeiten bis zu 129 Stundenkilometern.

Als Überwinterer erlebte Stefan Christmann die Antarktis in all ihren Facetten – seine Kamera hatte er immer dabei. Von der niemals untergehenden Mitternachtssonne bis hin zur immerwährenden Dunkelheit der Polarnacht, vom zerbrechlichen Ei bis hin zum erwachsenen Kaiserpinguin erzählen seine Bilder die Geschichte eines Ortes, der seine Wildnis und Unberührtheit noch nicht verloren hat und seine wahre Schönheit ausschließlich seinen ganzjährigen "Einwohnern" offenbart.
In seinem Vortrag mit dem Titel "Wohnsitz Antarktis – Leben und Fotografieren am Ende der Welt" am 17. Januar 2020, 19 Uhr, im Westfälischen Pferdemuseum wird Stefan Christmann seine Gäste mit auf eine (Foto-)Reise durch das gesamte antarktische Jahr nehmen. Immer wieder wird er dabei bei der Kolonie der Kaiserpinguine in der Atkabucht vorbeischauen und in seinen Bildern unter anderem zeigen, warum auch schon für den Pinguinnachwuchs gilt: Es überlebt, wer am besten mit den Nachbarn kuschelt!

Der Vortrag mit Stefan Christmann findet anlässlich der aktuellen Sonderausstellung Wildlife Photographer of the Year statt und wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) organisiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Im Vorfeld des Vortrags, ab 18 Uhr, besteht die Möglichkeit, die Ausstellung "Wildlife Photographer of the Year" zu besuchen.

Am 7. Dezember findet wieder die Kinder-Aktion „Ran ans Pferd!“ statt

Am zweiten Adventswochenende, fernab von Weihnachtsmärkten und Geschenke-Shopping, bietet das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster wieder die beliebte Aktion „Ran ans Pferd!“ an. Bei der Aktion, die das Pferdemuseum gemeinsam mit der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster veranstaltet, können Kinder auf spielerische Weise erste Erfahrungen mit dem Pferd sammeln. Die Kinder lernen, wie man mit dem Lebewesen Pferd in Kontakt kommt, üben den sicheren Umgang, dürfen das Pferd streicheln, bürsten und striegeln – und natürlich reiten.

Durch die Aktion „Ran ans Pferd!“ erhalten Kinder die Möglichkeit, Pferde hautnah zu erleben und durch sie und mit ihnen zu lernen. Ziel der Aktion ist es, Kinder wieder vermehrt mit dem Pferd in Berührung zu bringen, denn die Nähe zum Pferd und der Umgang mit dem Pferd unterstützen die persönliche Entwicklung von Kindern. „Es ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder mit dem Thema Pferd in Berührung kommen. Der Umgang mit dem Pferd fördert viele positive Eigenschaften bei Kindern, die für ihre Entwicklung wichtig sind“, erklärt Museumsdirektorin Sybill Ebers.

Die Aktion wird mit dem eigenen Pony des Museums durchgeführt. Der Wallach „Herkules“, ein ehemaliges Schulpferd der Westfälischen Reit- und Fahrschule, lebt seit dem Sommer im Pferdepark des Zoos und wird von Mitarbeitern des Pferdemuseums versorgt und trainiert. Mit seiner ruhigen Art und dem freundlichen Charakter hat „Herkules“ schon jetzt die Herzen vieler Kinder und Zoobesucher erobert.    

Die Aktion „Ran ans Pferd!“ findet am Samstag, 7. Dezember 2019, von 14.00 bis 15.30 Uhr in der Arena des Pferdemuseums statt. Die Teilnahme ist kostenlos, zu zahlen ist nur der Zooeintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.