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Die Natur des Pferdes: Vortrag mit Reitmeister Martin Plewa am 12. März 2020

Am Donnerstag, 12. März 2020, ist der bekannte Reitmeister, Autor und Pferdewirtschaftsmeister Martin Plewa ab 19 Uhr im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster zu Gast und berichtet in einem Vortrag über die Natur des Pferdes.
So ist das Verständnis für die Natur des Pferdes eine wichtige Voraussetzung für die artgerechte Haltung und Versorgung der Tiere und ermöglicht erst eine harmonische, konfliktfreie und damit pferdegerechte Ausbildung. Jeder Reiter und Pferdehalter sollte daher über Kenntnisse zur artgerechten Haltung, zu ethologischen Grundlagen, zu Biologie, Anatomie, Physiologie, Biomechanik, Sinneswahrnehmung und Lernverhalten des Pferdes verfügen. Das Fehlen dieser Grundkenntnisse führt häufig zu Missverständnissen und gefährlichen Situationen zwischen Mensch und Tier. Nur wer sich an den natürlichen Bedürfnissen und individuellen Anlagen eines Pferdes orientiert, wird auf Dauer erfolgreich und damit harmonisch gemeinsam mit seinem Pferd Sport betreiben können.

In seinem Vortrag geht der renommierte Warendorfer Ausbilder Martin Plewa auf wesentliche Merkmale des Pferdes ein, das trotz aller Domestikation und Selektion immer noch die natürlichen Eigenschaften und Veranlagungen eines Flucht-, Lauf- und Herdentieres in sich trägt. Erklärt werden unter anderem die Sinnesorgane des Pferdes, die Wahrnehmungsweise der Umwelt, wichtige Verhaltensweisen, das Lernverhalten sowie der Ausbildungsweg zu einer Kommunikation auf der Basis von gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Nach einem theoretischen Teil folgen praktische Demonstrationen zur Bodenarbeit und zum allgemeinen Umgang mit dem Pferd. 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Westfälischen Reit- und Fahrschule Münster statt und wird mit zwei LE (im Profil 4) als Fortbildung zur Verlängerung der DOSB-Ausbilderlizenz anerkannt.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter Tel. 0251/48427-0 oder unter info(at)pferdemuseum.de erforderlich.

Der Eintritt beträgt regulär 15 Euro, für Persönliche Mitglieder der FN 10 Euro (unter Angabe der Mitgliedsnummer). Der Betrag ist bei der Anmeldung zu überweisen auf das Konto des Westfälischen Pferdemuseums Münster gGmbH unter IBAN DE02 4005 0150 0000 0651 10 unter Angabe des Verwendungszwecks „Seminar 12.03.2020/Name des Teilnehmers“. Erst nach Zahlungseingang gilt die Anmeldung als verbindlich. Für Mitglieder des Fördervereins des Westfälischen Pferdemuseums ist die Teilnahme an der Veranstaltung kostenlos.

2019 über 200.000 Besucher im Westfälischen Pferdemuseum

Das Jahr 2019 war aus Sicht des Westfälischen Pferdemuseums ausgesprochen erfolgreich: Veranstaltungen und Ausstellungen lockten im vergangenen Jahr über 208.000 Besucherinnen und Besucher an. Mit diesem Ergebnis hat das Museum im Allwetterzoo Münster im dritten Jahr in Folge die 200.000er Marke übertroffen. Damit bleibt es eines der gefragtesten Museen in Westfalen.

Für das gute Ergebnis sorgten unter anderem die sonntäglichen Pferdeshows und diverse Veranstaltungen wie „Nachts im Zoo“, der Internationale Museumstag und Halloween. Als wahre Publikumsrenner erwiesen sich die Sonderausstellung "Urmel, Jim Knopf & Co." über die Augsburger Puppenkiste (11.05.2019 - 06.10.2019) und die renommierte Fotoausstellung Wildlife Photographer of the Year (30.11.2019 - 05.04.2020), die im Pferdemuseum ihre Deutschlandpremiere feierte. Präsentiert werden die Siegerbilder des weltweit bedeutendsten Fotowettbewerbs für Naturfotografie.

Zur positiven Bilanz trug auch Museumspony „Herkules“ bei: Der Wallach gehört seit Sommer 2019 zum Pferdemuseum und ist vor allem bei den jungen Gästen beliebt. Mit ihm wird in Zukunft regelmäßig die Aktion Ran ans Pferd! durchgeführt, die Kindern und Jugendlichen den ersten Kontakt zu einem Pferd ermöglichen soll.

Foto: Stefan Christmann

17. Januar 2020: Fotovortrag mit Stefan Christmann über das Leben in der Antarktis

Der studierte Physiker Stefan Christmann (geb. 1983) gehört zu den Gewinnern des diesjährigen "Wildlife Photographer of the Year"-Awards: Mit seinen spektakulären Aufnahmen vom Jahreszyklus der Kaiserpinguine gewann er 2019 den "Naturfotograf des Jahres-Portfoliopreis". Der begeisterte Naturfotograf war Mitglied des 32. und des 37. Überwinterungsteams der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer III und überwinterte sowohl 2012 als auch 2017 auf dem eisigen Kontinent. Im Gegensatz zu Touristen, die während der antarktischen Sommermonate fast ausschließlich die Regionen um die antarktische Halbinsel ansteuern, verbringen sogenannte Überwinterer nicht nur den antarktischen Sommer, sondern auch den erbarmungslos kalten südpolaren Winter auf dem Kontinent. Dazu gehören Temperaturen von bis zu minus 44 Grad und eisige Winde mit Geschwindigkeiten bis zu 129 Stundenkilometern.

Als Überwinterer erlebte Stefan Christmann die Antarktis in all ihren Facetten – seine Kamera hatte er immer dabei. Von der niemals untergehenden Mitternachtssonne bis hin zur immerwährenden Dunkelheit der Polarnacht, vom zerbrechlichen Ei bis hin zum erwachsenen Kaiserpinguin erzählen seine Bilder die Geschichte eines Ortes, der seine Wildnis und Unberührtheit noch nicht verloren hat und seine wahre Schönheit ausschließlich seinen ganzjährigen "Einwohnern" offenbart.
In seinem Vortrag mit dem Titel "Wohnsitz Antarktis – Leben und Fotografieren am Ende der Welt" am 17. Januar 2020, 19 Uhr, im Westfälischen Pferdemuseum wird Stefan Christmann seine Gäste mit auf eine (Foto-)Reise durch das gesamte antarktische Jahr nehmen. Immer wieder wird er dabei bei der Kolonie der Kaiserpinguine in der Atkabucht vorbeischauen und in seinen Bildern unter anderem zeigen, warum auch schon für den Pinguinnachwuchs gilt: Es überlebt, wer am besten mit den Nachbarn kuschelt!

Der Vortrag mit Stefan Christmann findet anlässlich der aktuellen Sonderausstellung Wildlife Photographer of the Year statt und wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) organisiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Im Vorfeld des Vortrags, ab 18 Uhr, besteht die Möglichkeit, die Ausstellung "Wildlife Photographer of the Year" zu besuchen.

Am 7. Dezember findet wieder die Kinder-Aktion „Ran ans Pferd!“ statt

Am zweiten Adventswochenende, fernab von Weihnachtsmärkten und Geschenke-Shopping, bietet das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster wieder die beliebte Aktion „Ran ans Pferd!“ an. Bei der Aktion, die das Pferdemuseum gemeinsam mit der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster veranstaltet, können Kinder auf spielerische Weise erste Erfahrungen mit dem Pferd sammeln. Die Kinder lernen, wie man mit dem Lebewesen Pferd in Kontakt kommt, üben den sicheren Umgang, dürfen das Pferd streicheln, bürsten und striegeln – und natürlich reiten.

Durch die Aktion „Ran ans Pferd!“ erhalten Kinder die Möglichkeit, Pferde hautnah zu erleben und durch sie und mit ihnen zu lernen. Ziel der Aktion ist es, Kinder wieder vermehrt mit dem Pferd in Berührung zu bringen, denn die Nähe zum Pferd und der Umgang mit dem Pferd unterstützen die persönliche Entwicklung von Kindern. „Es ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder mit dem Thema Pferd in Berührung kommen. Der Umgang mit dem Pferd fördert viele positive Eigenschaften bei Kindern, die für ihre Entwicklung wichtig sind“, erklärt Museumsdirektorin Sybill Ebers.

Die Aktion wird mit dem eigenen Pony des Museums durchgeführt. Der Wallach „Herkules“, ein ehemaliges Schulpferd der Westfälischen Reit- und Fahrschule, lebt seit dem Sommer im Pferdepark des Zoos und wird von Mitarbeitern des Pferdemuseums versorgt und trainiert. Mit seiner ruhigen Art und dem freundlichen Charakter hat „Herkules“ schon jetzt die Herzen vieler Kinder und Zoobesucher erobert.    

Die Aktion „Ran ans Pferd!“ findet am Samstag, 7. Dezember 2019, von 14.00 bis 15.30 Uhr in der Arena des Pferdemuseums statt. Die Teilnahme ist kostenlos, zu zahlen ist nur der Zooeintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Foto: Stefan Christmann/Wildlife Photographer of the Year 2019

"Wildlife Photographer of the Year" feiert Deutschlandpremiere im Westfälischen Pferdemuseum

Die Auszeichnung „Wildlife Photographer of the Year“ ist der weltweit größte und wichtigste Preis für Naturfotografen. Er wurde 1965 vom Natural History Museum in London ins Leben gerufen, und ist damit der älteste Wettbewerb seiner Art – und inzwischen auch der renommierteste. Seine Anfänge liegen in einer Zeit, in der der Umweltschutz gerade ins Bewusstsein der Öffentlichkeit drang. Deshalb trug er auch immer dazu bei, dieses Bewusstsein zu schärfen. Heute werden Auszeichnungen für künstlerisch wertvolle Bilder vergeben, die Umwelt- und Naturschutzfragen in den Fokus rücken.
In diesem Jahr bewarben sich Fotografen aus rekordverdächtigen 100 Ländern um den Preis – mit insgesamt über 48.000 Einsendungen. Eine international besetzte Jury wählte daraus die 100 besten Motive aus: Die einen bestechen durch die schiere Schönheit der Natur, andere regen zum Denken an über unseren Umgang mit der Natur als Ressource. Insgesamt wurden Preise in 16 Kategorien vergeben, von der Unterwasserfotografie über die Schwarz-Weiß-Fotografie bis hin zur Fotoreportage.
Bereits zum achten Mal in Folge zeigt das Westfälische Pferdemuseum vom 30. November 2019 bis zum 5. April 2020 als erstes deutsches Museum und exklusiv in Nordrhein-Westfalen die Ausstellung mit den 100 prämierten Bildern. Die Besucher können sich auf außergewöhnliche Porträtaufnahmen, faszinierende Landschaftsbilder und spektakuläre Jagdszenen aus dem Tierreich freuen. Zu sehen sind unter anderem eine friedlich schlafende Robbe, der Überlebenskampf eines Guanakos und ein Einblick in das Leben der Kaiserpinguine in der Antarktis.