Am Sonntag, 12. Oktober 2025, kann man im Westfälischen Pferdemuseum die letzte Pferdeshow vor der Winterpause erleben. Carina Merkler und Melanie Wellers aus Epe stellen um 11.30 Uhr und um 13.30 Uhr eine Pferderasse vor, die besonders für Anhänger und Kinder geeignet ist: Die Rede ist von Fjordpferden. Die Kleinpferde aus Norwegen erkennt man in der Regel schon auf den ersten Blick: Ihr Markenzeichen ist eine schwarzweiße Stehmähne. Typisch für das Fjordpferd ist auch seine falbe Farbe, die es in verschiedenen Variationen gibt, von Graufalben über Rotfalben bis hin zu Weißfalben. Bei allen zieht sich ein Aalstrich vom Schopf über die Mähne, über den Rücken bis in die Schweifspitze. Manche Beine sind noch mit Wildpferde- oder Zebramuster gezeichnet.Während Fjordpferde in Deutschland bis in den 1960er Jahre vor allem als Arbeitstiere in der Landwirtschaft eingesetzt wurden, sind sie heute beliebte Freizeit- und Sportpferde. „Fjordis“ zeichnen sich durch ihr ausgeglichenes Wesen aus, gelten als sehr gutmütig und sind deshalb ideale Reitpferde für Kinder. Wie vielseitig die fröhlichen Falben sind, zeigen Carina Merkler und Melanie Wellers bei ihrem Auftritt am Sonntag im Pferdemuseum. Ihre Pferde „Bolle“ und „Belinda“ werden unter dem Sattel und an der Hand vorgestellt und präsentieren auch einige Zirkuslektionen. Im Anschluss an die Vorführungen können die Pferde nach Herzenlust gestreichelt und Fragen gestellt werden. Der Besuch der Pferdeshows ist für alle Zoo-Besuchenden kostenfrei.
Nachts im Museum: Taschenlampenführung für Familien
Im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster kann man aktuell die Sonderausstellung "Urpferd 2.0 – Die Tierwelt vor 50 Millionen Jahren" sehen. Die Ausstellung entführt die Besucher in das Erdzeitalter des Eozäns und präsentiert insgesamt 16 Original-Fossilien aus der Grube Messel, eine der weltweit wichtigsten Fundstellen für urzeitliche Tiere und Pflanzen.
Doch wie wirkt die Ausstellung, wenn es dunkel ist und die Exponate nur vom Schein einer Taschenlampe beleuchtet werden? Welche Überraschungen verbergen sich in der Dunkelheit? Diese besondere Erfahrung können Familien bei einer Taschenlampenführung am 26. September ab 18:30 Uhr machen. Wenn sich die Türen des Museums geschlossen haben und alle anderen Besucher gegangen sind, erhält eine kleine Gruppe die Möglichkeit, sich mit sachkundiger Begleitung auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Ausstellung zu begeben. Auch für Museumspädagogin Annemarie Hallmann, die die Führung durchführt, ist es etwas Besonderes: "Durch das Licht der Taschenlampe erscheinen viele Exponate geheimnisvoller und lassen Details sichtbar werden, die am Tag oft übersehen werden. Eine Taschenlampenführung ist ein einzigartiges Erlebnis für die ganze Familie und bietet einen neuen Blick auf das Museum und seine Ausstellungsstücke."
Die Führung richten sich an Kinder ab 6 Jahren. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich unter info@pferdemuseum.de oder Telefon 0251 / 48427-0. Kinder müssen aus Sicherheitsgründen von Erwachsenen begleitet werden. Die Teilnahme kostet 6 Euro für Kinder, Erwachsene zahlen 4 Euro. Die Teilnehmer werden darum gebeten, eine eigene Taschenlampe mitzubringen. Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt von der Sparkasse Münsterland Ost.
Neuer Kutschensimulator im Pferdemuseum
Das Westfälische Pferdemuseum ist um eine Attraktion reicher: Seit Kurzem gibt es hier einen neuen, interaktiven Kutschensimulator, mit dem die Besucherinnen und Besucher mit einem Zweispänner durch verschiedenes Gelände „fahren“ können. Sie sitzen dabei auf einer originalen, historischen Kutsche aus dem Jahr 1900 und können das Gespann mittels Leinen wahlweise durch den Wald oder am Strand entlang lenken. Was zunächst einfach klingt, erfordert einiges an Geschick und Konzentration, denn die beiden (virtuellen) Pferde reagieren sehr genau auf die Zügelhilfen. „Mit dem Simulator möchten wir unseren Gästen den Fahrsport näherbringen und hier im Zoo ein tolles, exklusives Erlebnis für die ganze Familie schaffen. Wer es einmal ausprobiert hat, wird merken, dass es eine spannende Mischung aus Technik, Geschicklichkeit und Naturerfahrung ist. Kutsche fahren hat einfach was! Und natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz“, freut sich Museumsdirektorin Sybill Ebers über das neue, innovative Angebot. Die Idee für den Kutschensimulator stammt ursprünglich von der MTC-Museums und Technologie GmbH und der Fachhochschule in Graz und wurde nun von dem Münsteraner Start-Up Lemonverse neu aufgesetzt. Der Simulator wurde exklusiv für das Westfälische Pferdemuseum entwickelt und ist in dieser Form einzigartig in Deutschland.
Pferde-Erlebnistag für Kinder
Es ist inzwischen ein fester Programmpunkt im Kalender: Auch in diesem Jahr veranstaltet das Westfälische Pferdemuseum Münster wieder einen Pferde-Erlebnistag. Am Sonntag, 29. Juni 2025, bekommen alle kleinen und großen Besucher*innen von 10 bis 16 Uhr die Möglichkeit, Pferde hautnah zu erleben und sich spielerisch mit dem Thema Pferd zu beschäftigen. Denn dass Pferde und Ponys positive Auswirkungen auf Kinder haben, ist bekannt. Der Umgang mit den Vierbeinern fördert nicht nur ihre soziale, sondern auch die kognitive und motorische Entwicklung. Da heutzutage jedoch immer weniger Kinder die Gelegenheit haben, Pferden zu begegnen, hat das Pferdemuseum einen Pferde-Erlebnistag ins Leben gerufen. Es geht vor allem darum, Berührungspunkte zwischen Kindern und Pferden zu schaffen, den Wert des Pferdes für die persönliche Entwicklung zu verdeutlichen und die Faszination für diese Lebewesen weiterzugeben. Auf die jungen Museumsgäste wartet ein abwechslungsreiches Programm, von Kinderschminken über Basteln, Tierpfleger-Gespräch, Lasso-Werfen, bis hin zu einer Rallye durch die Ausstellung. Doch was wäre ein Pferde-Erlebnistag ohne „echte“ Pferde? Von 14 bis 16 Uhr ist die Reitschule Hippo-Fun aus Roxel zu Gast im Pferdemuseum und bietet für alle Kinder geführtes Ponyreiten in der museumseigenen Arena an. Reiterliche Vorkenntnisse sind hierfür nicht erforderlich, allerdings wird darum gebeten, einen Reit- oder Fahrradhelm mitzubringen. ► Weitere Informationen zum Pferde-Erlebnistag
Foto: Anita Pawlaczyk
Hobby Horsing-Aktionstag am 6. April
Es sieht ungewöhnlich aus, ist aber eine wirklich anstrengende und ernst zu nehmende Sportart: Hobby Horsing – oder auch Steckenpferd-Reiten genannt – kommt ursprünglich aus Finnland und findet mittlerweile auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Dabei werden Bewegungen aus dem klassischen Reitsport imitiert, ohne dass echte Pferde zum Einsatz kommen. Stattdessen „reiten“ die Kinder und Jugendlichen auf meist selbst gebastelten Steckenpferden und springen damit über Hindernisse oder führen Dressurübungen aus. Um noch mehr Kinder für die neue Trendsportart zu begeistern, bietet das Westfälische Pferdemuseum gemeinsam mit Pferdewirtin und Hobby Horsing-Trainerin Anita Pawlaczyk aus Ladbergen am Sonntag, 6. April 2025, einen Aktionstag rund um das Steckenpferd-Reiten an. Von 11 bis 16 Uhr können sich die Besucherinnen und Besucher über Hobby Horsing informieren, es wird eine Dressur-Kür vorgeführt – und in der Arena des Museums gibt es die Möglichkeit, Hobby Horsing selbst auszuprobieren. Anita Pawlaczyk stellt für alle Interessierten ausreichend Steckenpferde zur Verfügung und steht jederzeit für Fragen bereit. „Es mag auf den ersten Blick wie ein kindliches Spiel erscheinen, aber es ist viel mehr“, weiß Anita Pawlaczyk. „Hobby Horsing bringt Kinder in Bewegung und begeistert sie gleichzeitig für das Thema Pferd. Es fördert die körperliche Fitness, verbessert die Koordination und Balance und regt die Fantasie an. Dabei ist Hobby Horsing nicht allein eine rein sportliche Aktivität, sondern stärkt auch die Gemeinschaft und den sozialen Austausch. Und wer es einmal ausprobiert hat, weiß, wie viel Spaß das Ganze macht“, ergänzt sie und freut sich auf eine tolle Veranstaltung und viele interessierte Gäste im Pferdemuseum. ► Mehr Infos zum Hobby Horsing-Aktionstag