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Werkstatt des Jan Brueghel, Paradieslandschaft mit dem Auszug der Arche Noah, o. D. © Michael Imhof Verlag

Von Dürer bis Stubbs. Das Pferd in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts
30.05. - 27.09.2026

Pferde gehören zu den ältesten Motiven in der Kunst. Die ersten Zeichnungen von Pferden finden sich bereits in den prähistorischen Höhlenmalereien. Die häufige Darstellung des Pferdes in Malerei und Bildhauerei erklärt sich nicht nur aus seiner engen Beziehung zum Menschen, sondern beruht auch auf der Symbolkraft der Tiere, die oft als Ausdruck von Stärke, Schönheit und Macht genutzt wurden. Mit dem Funktions- und Bedeutungswandel der Pferde hat sich im Laufe der Jahrhunderte auch ihre Darstellung in der Kunst verändert – vom anonymen Statussymbol hin zu einem Sinnbild von Freiheit.
Um diesen Wandel zu veranschaulichen, präsentiert das Westfälische Pferdemuseum vom 30. Mai bis zum 27. September 2026 die Ausstellung „Von Dürer bis Stubbs. Das Pferd in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts“. Die Sonderschau zeigt, wie sich das Bildmotiv Pferd in dem Zeitraum vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in der europäischen Kunst entwickelte. So avancierte das Pferd im 17. und 18. Jahrhundert vom Symbol der Macht, militärischer Stärke und sozialem Status hin zu einem eigenständigen, charaktervollen Individuum in seiner natürlichen Umgebung. Bedeutende Exponate aus drei Jahrhunderten, darunter Gemälde, Grafiken und Skulpturen, zeichnen diese Entwicklung eindrucksvoll nach. Ein Highlight der Ausstellung: der Original-Kupferstich „Der heilige Eustachius“ von Albrecht Dürer aus der Zeit um 1501.  

Die Ausstellung im Westfälischen Pferdemuseum ist Teil eines besonderen Kooperationsprojekts: Anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts in Warendorf in diesem Jahr widmen sich vier Museen im Münsterland – das Dezentrale Stadtmuseum Warendorf, das Museum Abtei Liesborn in Wadersloh, das Westpreußische Landesmuseum Warendorf und das Westfälische Pferdemuseum Münster – dem Verhältnis von Pferd und Mensch in der Kunst und Kulturgeschichte. Aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeiträumen beleuchten die vier Standorte die Entwicklung und den Wandel des künstlerischen Ausdrucks der Pferd-Mensch-Beziehung. Hierfür werden hunderte Exponate aus der Zeit vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart präsentiert, die aus namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen in ganz Deutschland stammen.

Ausstellungsflyer
Download (PDF, 3.1 MB)


Die Ausstellung im Westfälischen Pferdemuseum wird finanziell unterstützt von der Sparkasse Münsterland Ost.