Sparkasse Münsterland Ost lädt Schulklassen in Kunst-Ausstellung ein
Das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster zeigt ab dem 30. Mai 2026 seine neue Sonderausstellung „Von Dürer bis Stubbs. Das Pferd in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts“. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine faszinierende Entdeckungsreise durch die Kunstgeschichte: Die Ausstellung veranschaulicht, wie Künstlerinnen und Künstler aus drei Jahrhunderten das Pferd wahrgenommen, interpretiert und künstlerisch umgesetzt haben. Präsentiert werden bedeutende Exponate aus Malerei, Skulptur und Grafik, darunter Werke von Albrecht Dürer, Wilhelm von Kobell und George Stubbs. Die Ausstellung im Pferdemuseum bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Lehrplan und eignet sich als ideales Ausflugsziel für Schulklassen. Die Sparkasse Münsterland Ost möchte diese Zielgruppe fördern und ermöglicht bis zu zehn Schulklassen freien Eintritt in die Ausstellung. „Die Ausstellung dokumentiert die kulturelle und kunsthistorische Bedeutung des Pferdes und macht deutlich, wie sehr Pferde das Leben der Menschen in der Vergangenheit geprägt haben. Die gezeigten Kunstwerke bieten einzigartige Einblicke in verschiedene Epochen und spiegeln die religiösen, politischen und gesellschaftlichen Strömungen ihrer Zeit wider. Die Ausstellung knüpft damit an Unterrichtsfächer wie Geschichte, Religion und Kunst an und trägt zum historischen Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen bei. Wir freuen uns daher sehr, dass die Sparkasse Münsterland Ost unser Ausstellungsprojekt unterstützt und Schulklassen den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht. Mit ihrem Engagement zeigt die Sparkasse Münsterland Ost, dass sie nicht nur ein wichtiger Finanzdienstleister in der Region ist, sondern gesellschaftliche Verantwortung übernimmt“, freut sich Museumsdirektorin Sybill Ebers. Für die Sparkasse Münsterland Ost ist die Förderung von Museen und Museumsarbeit ein wichtiges Anliegen. „Die Ausstellung lässt uns die Vergangenheit anschaulicher verstehen und macht Geschichte auf besondere Weise erlebbar und nachvollziehbar. Für uns als Sparkasse Münsterland Ost ist es eine Herzensangelegenheit, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche Zugang dazu erhalten. Gerade in Zeiten knapper Kassen möchten wir mit unserer Unterstützung lehrreiche Klassenausflüge und damit kulturelle Teilhabe ermöglichen“, so Vorstandsvertreter Dr. Robert Zeidler von der Sparkasse Münsterland Ost.
Ihren kostenfreien Ausstellungsbesuch können Schulklassen ab sofort beim Westfälischen Pferdemuseum buchen. Erforderlich ist eine Voranmeldung telefonisch unter 0251/48427-0 oder per Mail an info(at)pferdemuseum.de mit dem Betreff „Sparkasse“. Das Angebot ist vom 30. Mai bis zum 27. September 2026 gültig, die Plätze werden in der Reihenfolge des Buchungseingangs vergeben.
Pferdemuseum ist Teil der Ausstellungskooperation „Das Pferd in Kunst und Kulturgeschichte"
Pferde gehören zu den ältesten Motiven in der Kunst. Die ersten Zeichnungen von Pferden finden sich bereits in den steinzeitlichen Höhlenmalereien. Über alle Epochen der Menschheitsgeschichte hinweg hat das Pferd in seinen unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten durch den Menschen – ob als Transportmittel, in der Landwirtschaft, im Krieg, beim Reitsport oder in seinem natürlichen Lebensraum als Wildpferd – Eingang in die Kunst gefunden. Als Steinskulptur oder Bronzeplastik, als Ölgemälde oder Lithografie, als Federzeichnung oder Buchmalerei – das Pferd begleitete und faszinierte den Menschen in seinem Kunstschaffen ebenso wie in seinem alltäglichen Leben und Arbeiten. 2026 feiert das Nordrhein-Westfälische Landgestüt in Warendorf sein 200-jähriges Bestehen. Vier Museen im Münsterland haben diesen besonderen Geburtstag zum Anlass genommen, das Verhältnis von Pferd und Mensch in Kunst- und Kulturgeschichte in einer dezentralen Kooperationsausstellung über Epochengrenzen und Stilrichtungen hinweg zu beleuchten. Vom Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo in Münster über das Dezentrale Stadtmuseum und das Westpreußische Landesmuseum in Warendorf bis hin zum Museum Abtei Liesborn in Wadersloh spannt sich der Ausstellungsbogen. „Ich danke den beteiligten Institutionen für die Realisierung dieses umfangreichen und beeindruckenden Ausstellungsprojektes anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts. Besonders freue ich mich, dass mit den Präsentationen an vier Standorten das Thema Pferd auch aus kunst- und kulturhistorischer Perspektive in den Fokus gerückt wird“, erklärt Dr. Felix Austermann, Gestütsleiter und Direktor der Deutschen Reitschule. Hunderte Exponate vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart dokumentieren die Entwicklung des künstlerischen Ausdrucks der Pferd-Mensch-Beziehung. Die gezeigten Werke stammen aus öffentlichen und privaten Sammlungen und Museen in Deutschland und Europa. Begleitet werden die sich über den Zeitraum von Mai bis Oktober 2026 erstreckenden Sonderausstellungen von einem umfangreichen Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene, das von Vorträgen bis hin zu Kunstworkshops reicht. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf einen bunten Ausstellungsreigen freuen, der alle Facetten der künstlerischen Auseinandersetzung des Menschen mit dem Pferd berücksichtigt und damit neue Perspektiven auf eine uralte Beziehung eröffnet.
Vielfältige Veranstaltungen rund ums Pferd
Auch im Jahr 2026 erwartet die Besucher im Westfälischen Pferdemuseum wieder ein vielfältiges Programm rund um das Thema Pferd. Mit Pferdeshows, einem Hobby Horsing-Aktionstag sowie einem Pferde-Erlebnistag für Kinder verbindet das Museum Kulturvermittlung mit Bewegung, Wissen und Unterhaltung. Ein Publikumsmagnet sind schon seit vielen Jahren die sonntäglichen Pferdeshows, die einmal im Monat in der museumseigenen Arena stattfinden. Präsentiert werden unterschiedliche Reitweisen, verschiedene Pferderassen und unterhaltsame Showeinlagen. In diesem Jahr können sich die Besucher unter anderem auf Kaltblüter in Aktion, auf das Geheimnis des schwarzen Einhorns, auf pfiffige Shetlandponys und Pferde aus Norwegen freuen. Ein Angebot speziell für Kinder und Jugendliche ist der Hobby Horsing-Aktionstag am 12. April, den das Pferdemuseum gemeinsam mit Anita und Andreas Pawlaczyk von AP Hobby Horsing ALL in One veranstaltet. Alle Interessierte sind an diesem Tag eingeladen, sich über das Steckenpferd-Reiten zu informieren, die Grundlagen dieser Trendsportart kennenzulernen und es selbst auszuprobieren. „Hobby Horsing bringt Kinder in Bewegung und begeistert sie gleichzeitig für das Thema Pferd. Es fördert die körperliche Fitness, verbessert die Koordination und Balance und regt die Fantasie an. Und wer es einmal ausprobiert hat, weiß, wie viel Spaß das Ganze macht“, so Anita Pawlaczyk. Beim Pferde-Erlebnistag am 5. Juli steht das aktive Entdecken und Mitmachen im Mittelpunkt. Die Besucher lernen Pferde aus nächster Nähe kennen, erfahren Wissenswertes über ihre Pflege, Haltung und Biologie und dürfen selbst aktiv werden. Verschiedene Mitmachstationen, Kinderschminken, Ponyreiten und viele weitere tolle Angebote rund ums Pferd sorgen für einen unvergesslichen Tag im Museum.
Foto: Keppihevosharrastaja, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Hobby Horsing-Schnuppertag am 12. April
Hobby Horsing kommt ursprünglich aus Finnland und ist inzwischen auch in Deutschland ziemlich beliebt. Bei der noch jungen Sportart werden Bewegungen aus dem klassischen Reitsport imitiert, ohne dass echte Pferde zum Einsatz kommen. Stattdessen „reiten“ die Kinder und Jugendlichen auf meist selbst gebastelten Steckenpferden und springen damit über Hindernisse oder führen Dressurübungen aus. Was auf den ersten Blick nach Kinderspiel aussieht, ist in Wirklichkeit ein anspruchsvoller Sport. Hobby Horsing, was übersetzt so viel wie „Steckenpferd-Reiten“ bedeutet, ist extrem bewegungsintensiv und erfordert Sprungkraft, Körperbeherrschung, Ausdauer und Kondition, Zeit- und Taktgefühl.
Wer den Sport selbst einmal ausprobieren möchte, bekommt im Westfälischen Pferdemuseum die Gelegenheit dazu: Dort findet am Sonntag, 12. April 2026, von 11 bis 16 Uhr ein Aktionstag rund um das Steckenpferd-Reiten statt, gemeinsam veranstaltet mit Anita und Andreas Pawlaczyk von AP Hobby Horsing ALL in One. Alle Interessierten sind an diesem Tag eingeladen, sich über das Steckenpferd-Reiten zu informieren, die Grundlagen dieser Trendsportart kennenzulernen und ihre Geschicklichkeit und Ausdauer bei einem offenen Springtraining zu testen. Eigene Hobby Horses dürfen gerne mitgebracht werden, es stehen aber auch ausreichend Steckenpferde zum Ausleihen bereit.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist im Zooeintritt enthalten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Foto: Simone Baumeister
Preisgekrönte Naturfotografin Simone Baumeister im Pferdemuseum
Sie gehört zu den diesjährigen Preisträgern des weltweit wichtigsten Naturfoto-Wettbewerbs „Wildlife Photographer of the Year“: Simone Baumeister aus Ibbenbüren. Ihr Siegerfoto, mit dem sie die Kategorie „Komposition und Form“ gewann, zeigt eine Radnetzspinne in ihrem Netz auf einer Fußgängerbrücke in Ibbenbüren, die sich gegen das Licht der Autos abhebt. Am Donnerstag, 29. Januar 2026, um 19 Uhr kommt Simone Baumeister ins Westfälische Pferdemuseum und hält anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ einen Fotovortrag. Unter dem Titel „60km Freiheit – Naturfotografie vor der Haustür“ zeigt sie eindrucksvoll, dass außergewöhnliche Naturerlebnisse und Tierbeobachtungen oft direkt vor der Haustür möglich sind. „Man muss nicht immer in die Ferne schweifen, um spannende Begegnungen in der Natur zu erleben“, ist Simone Baumeister überzeugt. Nahezu alle ihre Aufnahmen entstehen in der näheren Umgebung ihrer Heimat, auf Streifzügen durch Wälder, Wiesen, Berge und Moore. Sie fotografiert überwiegend Wildtiere und bevorzugt längere fotografische Projekte mit ausgewählten Tierarten, denn bei deren Beobachtung und Recherche kann man immer wieder Neues dazulernen. Für Simone Baumeister ist es ein Geschenk, ihre Leidenschaft für Natur und Tierwelt mit der Fotografie verbinden zu können. Ihre Aufnahmen begeistern durch ungewöhnliche Blickwinkel, ein sanftes Spiel mit der Unschärfe und die gekonnte Einbeziehung des vorhandenen Lichts. Mit ihren Bildern möchte sie jedoch nicht nur faszinierende Momente festhalten, sondern den Betrachter auch dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, unsere Naturschätze zu schützen. Im Westfälischen Pferdemuseum berichtet Simone Baumeister an diesem Abend, wie sie zur Naturfotografie gekommen ist und was sie bei ihrer Arbeit immer wieder aufs Neue antreibt. Sie gewährt spannende Einblicke in ihre Arbeit und zeigt einzigartige Naturaufnahmen, die von ihrer Leidenschaft und ihrem Gespür für das besondere Motiv zeugen. Der Eintritt beträgt 15 Euro (nur Abendkasse). Im Vorfeld des Vortrags, ab 18 Uhr, besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ zu besuchen. Es wird um eine Anmeldung gebeten unter info@pferdemuseum.de oder Telefon: 0251 / 48427-0.