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Foto: Shire Connection Schönborn

Nach Corona-Pause endlich wieder Pferdeshows!

Die sonntäglichen Pferdeshows in der Arena "Hippomaxx" sind seit Jahren ein Publikumsmagnet und beinahe so etwas wie das Markenzeichen des Westfälischen Pferdemuseums. Mit Beginn der Corona-Pandemie mussten die beliebten Shows jedoch abgesagt werden – inzwischen ist es seit 2 Jahren still geworden in der museumseigenen Reitarena. Doch für alle Pferdeshow-Fans hat das Warten nun ein Ende: Ab April findet wieder jeweils einmal im Monat eine Vorführung statt!

Los geht es am 10. April 2022 mit einem Auftritt der "Shire Connection Schönborn": Shire Horses, die größte Pferderasse der Welt, stammen ursprünglich aus England, wo man sie auch liebevoll "Gentle Giants" – sanfte Riesen – nennt, denn neben ihrer Körpergröße zeichnen sich die XL-Pferde vor allem durch ihr gutmütiges Wesen, ihre Freundlichkeit und Menschenbezogenheit aus. Shire Horses erreichen ein Stockmaß von bis zu 2 Metern und ein Gewicht von rund 800 bis sogar 1.000 Kilogramm. Damit sind sie nicht nur größer, sondern auch schwerer als die meisten anderen Pferde. Den Namen "Shire Horse" bekamen die Pferde-Giganten, weil sie hauptsächlich in englischen Grafschaften ("Shires") gezüchtet wurden.
Die Kaltblüter blicken auf eine lange Geschichte zurück: Schon im Mittelalter wurden die Tiere für ihre Kraft und Eleganz geschätzt und dienten den Rittern als robuste Reitpferde. Später wurde aus dem Kriegspferd ein Transport- und Arbeitspferd, das vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt wurde. Mit ihrer enormen Zugkraft waren die Pferde auch vor der Kutsche oder dem Pflug beliebt. Heutzutage haben die umgänglichen Tiere Fans auf der ganzen Welt und werden in Shows, als Therapie-, Reit- und Kutschpferde genutzt.
Am Sonntag, 10. April 2022, erfahren die Besucher alles über diese besondere Rasse und können die "Gentle Giants" in Aktion erleben. Nach der Show besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die Tiere zu streicheln und Fotos zu machen.

Auch die weiteren Termine versprechen ein besonderes Show-Erlebnis: Am Sonntag, 15. Mai 2022, sind die Dülmener Wildpferdefreunde zu Gast im Pferdemuseum und stellen die vielseitigen Talente der Wildpferde aus dem Merfelder Bruch unter Beweis. Und am Sonntag, 19. Juni 2022, folgt ein Auftritt von Sabine Kruse und Mareike Schulte, die ihre beiden Pura Raza Españolas (PRE) – die spanischen Pferde gelten als Meister der Hohen Schule – an der Hand und unterm Sattel vorstellen.

Die Shows beginnen jeweils um 11.30 Uhr und um 13.30 Uhr und dauern ca. 20 Minuten. Der Besuch der Pferdeshows ist im Zooeintritt enthalten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Restplätze bei Fotoworkshops mit Michael Lohmann

Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren ist wohl eines der anspruchsvollsten Bereiche der Fotografie. Um authentische Aufnahmen von Elefant, Tiger und Co. zu bekommen, muss man jedoch nicht zwangsläufig in ferne Länder reisen und stundenlang auf der Lauer liegen. Auch in Zoos und Tierparkslassen sich viele unterschiedliche Tierarten fotografieren. Doch wie findet man die besten Motive und wie gelingen trotz Gitter, Gräben und Glasscheiben gute Bilder? Worauf man bei der Tierfotografie im Zoo achten muss, weiß der erfahrene Natur- und Reisefotograf Michael Lohmann: Der gebürtige Wuppertaler wurde schon früh von der Fotobegeisterung seines Vaters angesteckt und bekam mit zehn Jahren seine erste Kamera geschenkt. Seitdem liebt er es, zu reisen und unterwegs zu sein – und verfolgt eine Vision: Er möchte mit seiner Fotografie auf die Vielschichtigkeit und Einzigartigkeit von Flora und Fauna aufmerksam machen und so zu ihrem Erhalt beitragen.

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung des Westfälischen Pferdemuseums Wildlife Photographer of the Year veranstaltet Michael Lohmann zwei zweitägige Fotoworkshops im Allwetterzoo Münster, bei denen noch einige Restplätze frei sind. Sie finden am 26. / 27. März sowie am 2. / 3. April 2022 statt.

Die beiden Workshops sind auf kleine Gruppen von maximal 12 Teilnehmern ausgelegt. Sie richten sich sowohl an Fotografie-Einsteiger als auch an Fortgeschrittene. Mitzubringen sind eine Digitalkamera, egal ob Kompakt-, System- oder Spiegelreflexkamera, sowie Linsen mit verschiedenen Brennweiten.
Die Teilnahmegebühr beträgt 210 Euro (inklusive Zooeintritt). Eine Anmeldung ist erforderlich unter Telefon: 0251-484270 oder E-Mail: info(at)pferdemuseum.de.

Umfangreiche Schenkung für das Pferdemuseum

Das Westfälische Pferdemuseum hat vor Kurzem eine umfangreiche Schenkung mit 435 Objekten aus der Sammlung des Münsteraners Bernd Löckener erhalten. Es handelt sich dabei unter anderem um Plakate, Briefmarken, Postkarten, Werbesammelbilder und Spielfiguren – alles rund ums Thema Pferd und zu einem Großteil mit westfälischem Bezug.
„Die Schenkung von Bernd Löckener ist ein großer Glücksfall für das Pferdemuseum und stellt eine wertvolle Ergänzung der bestehenden Sammlung dar, vor allem, weil viele der Objekte hier aus Münster stammen und damit gut zu unserem Profil passen“, freut sich Museumsdirektorin Sybill Ebers.
Unter den Exponaten befinden sich beispielsweise verschiedene seltene Notmünzen der 1890 gegründeten „Landesbank der Provinz Westfalen“ mit Sitz in Münster und diverse Erinnerungsstücke von Reservisten aus dem Ersten Weltkrieg, die alle in Münster stationiert waren.

Ein wahrer Hingucker – und zugleich eines der ältesten Exponate der Sammlung – ist ein großes Nachziehpferd aus der Zeit um 1900. Herr Löckener hat es vor vielen Jahren auf einem Flohmarkt entdeckt und dort gekauft. „Solch altes Spielzeug ist nur in sehr kleinen Stückzahlen auf dem Markt verfügbar“, so der Sammler. „Die meisten Exemplare wurden früher über Jahre vom Kind bespielt, bis sie sich von selbst auflösten“, berichtet Löckener, der zu jedem seiner Exponate ausführliches Hintergrundwissen hat.
Für ihn ist das Sammeln mehr als ein Zeitvertreib: Der pensionierte Förster hat in rund 40 Jahren unzählige Exponate zu verschiedenen Themen zusammengetragen. Den größten Teil seiner Sammlung hat der heute 80-Jährige inzwischen an Museen und Archive im Münsterland abgegeben – dazu gehört nun auch das Westfälische Pferdemuseum.  

Die Trennung von seinen „Schätzen“ fällt Bernd Löckener dabei nicht schwer: „Ich bin mir sicher, dass meine Sammlung im Westfälischen Pferdemuseum sehr gut aufgehoben ist. Mir gefällt es gut, dass sie hier auf Dauer für die Öffentlichkeit bewahrt wird.“

Naturfotograf Florian Smit zeigt Bilder von „Borneo – Überreste eines Paradieses“

Seit seiner frühesten Kindheit treibt es Florian Smit (geb. 1993) hinaus in die Natur, die Kamera gesellte sich jedoch erst später hinzu. Im Jahr 2012 begann er eine fotografische Ausbildung und schloss diese im Sommer 2015 als einer der drei besten Absolventen deutschlandweit ab. Seitdem ist er als freiberuflicher Naturfotograf tätig. Seine Arbeiten sind bereits mehrfach in nationalen und internationalen Wettbewerben wie „Wildlife Photographer of the Year“ und „Europäischer Naturfotograf des Jahres“ ausgezeichnet worden. Im letzten Jahr gewann Florian Smit den Fritz Pölking Jugendpreis.

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ ist Florian Smit am Donnerstag, 13. Januar 2022, ab 19 Uhr im Westfälischen Pferdemuseum zu Gast. Gemeinsam mit seiner Frau Lisa berichtet er in einer Multivisions-Show von seiner Reise auf die drittgrößte Insel der Welt: Borneo. Die Regenwaldinsel in Südostasien liegt mitten auf dem Äquator und ist die Heimat zahlreicher vom Aussterben bedrohter Tierarten.
Ihre Reise führte die beiden Abenteurer durch eine andere Kultur, durch beeindruckende Landschaften und zu Menschen mit bewegenden Geschichten. Besonders faszinierend waren ihre Begegnungen mit den seltenen Borneo-Zwergelefanten und einer Orang-Utan-Gruppe – beide Tierarten sind stark vom Aussterben bedroht und kommen mittlerweile ausschließlich auf Borneo vor.  

Im Westfälischen Pferdemuseum erzählen Florian und Lisa an diesem Abend von den Erlebnissen und Eindrücken ihrer außergewöhnlichen Reise. Dabei zeigen sie nicht nur die landschaftlichen Schönheiten und die einzigartige Tierwelt auf Borneo, sondern auch die zunehmende Umweltzerstörung der Insel. Mit ihren Aufnahmen wollen sie beim Betrachter Emotionen hervorrufen und auf die dortigen Probleme wie den Palmölanbau aufmerksam machen. Florians Ziel ist es, „die Einzigartigkeit, die Schönheit aber auch die Zerbrechlichkeit unserer natürlichen Umgebung festzuhalten. Meine Bilder entstehen aus dem tiefen Wunsch heraus, meine Leidenschaft für die Natur mit all ihren Wundern zu vermitteln. Ich möchte mit meinen Bildern Einblicke geben, die einzigartig und berührend sind.“

Der Vortrag mit Florian und Lisa Smit findet anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ des Westfälischen Pferdemuseums statt und wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) organisiert. Der Eintritt beträgt 10 Euro, Einlass ist ab 18 Uhr.

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl für den Vortrag begrenzt ist, eine Anmeldung unter info(at)pferdemuseum.de ist unbedingt erforderlich. Während der Veranstaltung besteht Maskenpflicht. Es gilt die 2G-Plus-Regel.

Ausstellung "Wildlife Photographer of the Year" eröffnet

Am 25. November 2021 fand die feierliche Eröffnung der Ausstellung "Wildlife Photographer of the Year" statt – natürlich unter Beachtung der aktuell geltenden Coronaschutzverordnung. Bereits zum zehnten Mal in Folge zeigt das Westfälische Pferdemuseum als erstes Museum in Deutschland und exklusiv in Nordrhein-Westfalen die Ausstellung mit den hundert Siegerbildern des aktuellen Wettbewerbs.

Für den diesjährigen Titel "Wildlife Photographer of the Year" wurden insgesamt 50.490 Fotos aus 95 Ländern eingereicht. Die international besetzte Jury aus Bildjournalisten, Fotografen und Wissenschaftlern kannte weder Namen noch Nationalität der Fotografen; die Juroren wussten deshalb auch nicht, ob ein Foto von einem Profi oder einem Amateur stammt. In intensiven Beratungen und einem mehrstufigen Auswahlverfahren ermittelten sie die Sieger der 19 Wettbewerbskategorien. Prämiert werden alle Sparten der Naturfotografie, darunter Unterwasseraufnahmen, Tierporträts, das Reich der Pflanzen und Pilze sowie Fotoreportagen. Neu hinzukommen sind in diesem Jahr die Kategorien "Bedrohte Erde – Ozeane" und "Bedrohte Erde – Feuchtgebiete", um diese wichtigen Ökosysteme ins Rampenlicht zu rücken. Gesucht werden von der Jury Bilder, die zum Staunen und Nachdenken anregen, Ideenreichtum und künstlerisches Geschick. Dabei wird größter Wert darauf gelegt, dass die Motive in freier Wildbahn leben und wahrheitsgetreu abgebildet werden. Eine Manipulation der Bilder ist, abgesehen von der Kameraeinstellung und einer begrenzten digitalen Nachbearbeitung, strikt verboten. 

Für alle Fotografie-Interessierten und Fans der Ausstellung bietet das Westfälische Pferdemuseum ein spannendes Rahmenprogramm an: Ein Fotovortrag mit Florian Smit, Preisträger im Jahr 2019, eine exklusive Führung durch die Ausstellung und zwei mehrtägige Fotoworkshops im Allwetterzoo vertiefen die Inhalte und geben die Gelegenheit, mehr über die Besonderheiten der Naturfotografie und die ausgezeichneten Bilder zu erfahren.