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Foto: Reiner Leifried

Die Rückkehr des Wolfes nach NRW(04.08. bis 30.09.2018)

Nachdem der Wolf über hundert Jahre aus Deutschland verschwunden war, hat die Beziehung zwischen Mensch und Wolf seit einigen Jahren eine neue Aktualität erhalten: Der Wolf ist wieder da! Mit dem 1990 eingeführten strengen Jagdverbot in Deutschland und Polen haben sich die Wolfspopulationen angrenzender Länder erholt. 1998 tauchten in Sachsen erstmalig zwei Wölfe auf. Zwei Jahre später hatte das Wolfspaar Welpen und Deutschland hiermit sein erstes Wolfsrudel. 2009 erschien der erste Wolf in Nordrhein-Westfalen. Aktuell häufen sich hier die Meldungen über durchwandernde Tiere. Ohne Zweifel: Der Wolf ist zurück und wird sich hier auch dauerhaft niederlassen.

Die Rückkehr des Wolfes löst ambivalente Gefühle aus: Die einen feiern seine Wiederkehr als Siegeszug von Natur- und Artenschutzmaßnahmen. Die anderen - insbesondere Schäfer, Pferdehalter und Viehzüchter - fürchten Angriffe auf ihre Tiere und einen damit verbundenen hohen wirtschaftlichen Schaden. Nicht zuletzt sind viele Bürger verunsichert angesichts einer unerwarteten Begegnung mit dem Wolf.
Fest steht: Ohne ein „Wolfsmanagement“, das durch Wölfe verursachte Schäden, die Ängste der Menschen, aber auch Lösungen für eine Koexistenz von Mensch und Wolf aufzeigt, geht es nicht.

Anlässlich der aktuellen „Wolfsdebatte“ zeigt das Westfälische Pferdemuseum in Kooperation mit dem Allwetterzoo Münster die Ausstellung „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“. In zehn Stationen dokumentiert die vom Naturschutzbund Deutschland konzipierte Ausstellung die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland, seine Lebensraumansprüche, sein Verhalten und zeigt Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren auf.