Foto: Dmitry Kokh/Wildlife Photographer of the Year 2022
Deutschlandpremiere der Ausstellung "Wildlife Photographer of the Year"
Das Natural History Museum in London zeichnet jedes Jahr die besten internationalen Naturfotografien mit dem "Wildlife Photographer of the Year"-Award aus. Der größte und wichtigste Wettbewerb dieser Art findet in diesem Jahr bereits zum 58. Mal statt. Das Erfolgsgeheimnis: Hier wird nichts inszeniert, hier ist alles echt. Die Naturfotografien zeigen die reale Welt – ihre grausamen und hässlichen Seiten ebenso wie ihre schönen. Nach der Siegerehrung werden die preisgekrönten Fotografien in einer Wanderausstellung gezeigt, die an Orten auf der ganzen Welt von über einer Million Besuchern gesehen wird. Das Westfälische Pferdemuseum ist in diesem Jahr bereits zum elften Mal Gastgeber der Deutschlandpremiere der "Wildlife Photographer of the Year"-Ausstellung. Die insgesamt 100 prämierten Fotos sind hier vom3. Dezember 2022 bis zum 10. April 2023 zu sehen – exklusiv in NRW.
Die Bekanntgabe der Gewinner findet erst Mitte Oktober in London statt, doch schon jetzt gibt es einen ersten exklusiven Vorgeschmack auf die diesjährige Ausstellung. So ist einer der Preisträger der russische Fotograf Dmitry Kokh, der auf Koljutschin, einer unbewohnten Insel im Fernen Osten Russlands, einem Eisbären begegnete, der aus einem Fenster blickt. Früher hatte es auf der Insel eine kleine Siedlung gegeben, die nach dem Zerfall der Sowjetunion jedoch aufgegeben worden war; jetzt erkundeten mindestens 20 Eisbären, überwiegend Männchen, die Gebäude, während sich die Weibchen mit den Jungen näher an der Küste aufhielten. Bei diesem Porträt sieht der Bär, gewissermaßen im eigenen Bilderrahmen, direkt in die Kamera, als wollte er sagen: "Dieser Ort gehört jetzt mir." Alle weiteren Siegerfotos und der Gesamtsieger werden am 11. Oktober 2022 bei der offiziellen Preisverleihung im Natural History Museum vorgestellt. Ab dem 3. Dezember 2022 sind die 100 "Wildlife Fotografien des Jahres" dann im Westfälischen Pferdemuseum zu sehen.
Foto: Lianna Hecht, WWU Münster, 2022
Exklusive Führung zum Ende der Ausstellung "Das Pferd in der Antike"
Nach rund drei Monaten Laufzeit wird die Ausstellung "Das Pferd in der Antike – Von Troja bis Olympia" am 18. September 2022 enden. Die große Sonderschau, die das Westfälische Pferdemuseum gemeinsam mit dem Archäologischen Museum der Universität Münster realisiert hat, erzählt von der außergewöhnlichen Bedeutung der Mensch-Pferd-Beziehung in der griechisch-römischen Antike. Insgesamt sechs Themenbereiche beschäftigen sich mit unterschiedlichen kulturgeschichtlichen Aspekten, wie zum Beispiel die Pferdehaltung und -zucht, die Funktion des Pferdes im Krieg oder auch seine Rolle als Freund des Menschen.
Zum Ende der Ausstellung bietet das Westfälische Pferdemuseum zusammen mit dem Archäologischen Museum am Mittwoch, 14. September 2022, eine Exklusiv-Führung mit Dr. Heinz-Helge Nieswandt, Kustos des Archäologischen Museum, und Sybill Ebers, Leiterin des Pferdemuseums, an. Beginn ist um 18 Uhr, die Kosten pro Person liegen bei 10 Euro. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter info(at)pferdemuseum.de.
Nachts im Zoo 2022
In diesem Jahr finden die beliebten Zoo-Nächte endlich wieder an zwei Abenden statt: Am 20. und am 27. August 2022 öffnen der Allwetterzoo Münster und das Westfälische Pferdemuseum ausnahmsweise ab 19.30 Uhr ihre Pforten. Nur zu dieser besonderen Veranstaltung hat man die Möglichkeit, die Lebensräume der verschiedenen Tiere völlig neu kennenzulernen. An beiden Abenden erwartet die Besucher eine große Auswahl an Speisen und Getränken, die zu den Klängen der unterschiedlichen Künstler genossen werden kann. Ein buntes und vielfältiges Angebot an Kunst und Kultur – auch für Kinder – darf entdeckt werden. Das und vieles mehr, das ist "Nachts im Zoo".
Pferdefans kommen im Pferdemuseum voll auf ihre Kosten: An beiden Abenden können sich die Besucher auf ein "Potpourri der Pferde" – eine große Pferdeshow mit dem Showteam Arte Equestre – freuen! Die einstündigen Shows beginnen jeweils um 19.30 Uhr und um 21.00 Uhr: Zu sehen gibt es unter anderem das Minishetlandpony "Starsky", das die Besucher mit Zirkuslektionen begeistert, den imposanten schwarzen Menorquin-Hengst "Xuit", der auf den Hinterbeinen durch die Manege laufen kann, und einen Irish Tinker, der das Publikum mit seinen Kunststücken verzaubert.
Foto: Inga Ellen Kastens
Pferdeshow zum Ferienende: Inga Ellen Kastens mit Araberstute "Maysha"
Zum Ende der Sommerferien gibt es für die Besucher des Westfälischen Pferdemuseums noch einmal ein echtes Highlight: Am Sonntag, 7. August, ist Inga Ellen Kastens mit ihrer Araberstute "Maysha" zu Gast und zeigt, wie man vertrauensvoll mit einem Pferd kommuniziert. Denn die Kommunikation zwischen Pferd und Mensch hat nichts mit Telepathie zu tun, sondern mit Verstehen und Verständnis feiner und feinster Signale. Um diese Signale zu bemerken, ihre Bedeutung sowie ihre Wirkung zu kennen und dann gezielt einsetzen zu können, bedarf es guter Beobachtungsgabe und jeder Menge Wissen über die Natur und die Bedürfnisse des Gegenübers. Bei Ihrem Auftritt im Westfälischen Pferdemuseum beweist Inga Ellen Kastens, dass es eigentlich keine Instrumente benötigt, damit ein Pferd dem Menschen folgt und ihm gerne gehorcht.
Die Kommunikationsberaterin und Bloggerin (weidefunk.de) aus Münster beschäftigt sich seit 20 Jahren mit arabischen Pferden. Aber nicht, um sie für die üblichen Sportarten wie Distanz, Galopprennen oder Zuchtschauen einzusetzen. Inga Ellen Kastens treibt die Frage um bzw. an, aus welchen Gründen das Herdentier "Pferd" sich dem Menschen vertrauensvoll anschließt. Und auch, was die Beziehung zwischen Mensch und Pferd stört oder gar zerstört.
Wer sich wie sie für die Vertrauensarbeit und die feine Kommunikation mit dem Pferd interessiert, sollte ihre Auftritte auf keinen Fall verpassen: Am Sonntag gibt Inga Ellen Kastens mit ihrer Stute "Maysha" um 11:30 Uhr und um 13:30 Uhr Einblicke in die im wahrsten Sinne des Wortes "freie Arbeit" mit einem Araberpferd. Keine Zirkuslektionen, keine Tricks. Nur echter Dialog zwischen Pferd und Mensch mit freien Antworten des Pferdes.
Die Vorführungen dauern etwa 20 Minuten. Der Besuch ist im Zooeintritt enthalten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Foto: v.l.n.r. Dr. Heinz-Helge Nieswandt, Frank Butzlaff, Claus Dapper
Sparkasse Münsterland Ost unterstützt Ausstellung "Das Pferd in der Antike"
Im Juni wurde im Westfälischen Pferdemuseum die Sonderausstellung "Das Pferd in der Antike – Von Troja bis Olympia" eröffnet, die in Kooperation mit dem Archäologischen Museum der Universität Münster entstand. Zur der noch bis zum 18. September 2022 laufenden Ausstellung ist nun ein umfangreicher Katalog im Verlag der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt (WBG) erschienen (176 Seiten, 30 Euro, ISBN 978-3-534-45010-7). Er enthält zahlreiche Abbildungen und Textbeiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und bietet damit einen aktuellen Überblick zur außergewöhnlichen Bedeutung der Mensch-Pferd-Beziehung in der griechisch-römischen Antike. Die Essays widmen sich Themen wie der Domestikation des Pferdes, dem Pferd im Alten Orient und in Ägypten, der Pferdezucht und -haltung, dem Pferd im Krieg, im Sport, in Kult und Mythos sowie seiner Bedeutung als Statussymbol und Freund des Menschen. Am Ende des Buches werden die über 200 ausgestellten Exponate ausführlich vorgestellt.
"Der umfangreiche und reich bebilderte Ausstellungsband beweist eindrucksvoll, welche besondere Rolle das Pferd bereits in der Antike spielte. Wer sich für die Kulturgeschichte des Pferdes und des Reitsports interessiert, den wird diese Neuerscheinung sicherlich begeistern", so Dr. Heinz-Helge Nieswandt, Kustos am Archäologischen Museum. Er übergab im Rahmen eines Pressetermins ein druckfrisches Exemplar des Katalogs an Frank Butzlaff von der Sparkasse Münsterland Ost, die 4.000 Euro für das Projekt zur Verfügung stellte. "Dass dieser Band realisiert werden konnte, ist in erster Linie einer großzügigen Spende der Sparkasse Münsterland Ost zu verdanken", freut sich Claus Dapper, Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur Förderung des Archäologischen Museums der Universität Münster e.V. (GEFAM).
Gesellschaftliches Engagement hat bei der Sparkasse Münsterland Ost eine lange Tradition: Es reicht von kleineren Spenden für Spielgeräte im Kindergarten über die Unterstützung für Sportvereine, soziale Einrichtungen und Umweltprojekte bis hin zur Förderung von wissenschaftlichen Projekten und kulturellen Einrichtungen. Auf diese Weise leistet die Sparkasse Münsterland Ost einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität der Region und zur Lebensqualität der Menschen im Münsterland.
Der Ausstellungskatalog ist ab sofort in den Museumsshops des Westfälischen Pferdemuseums und des Archäologischen Museums zum ermäßigten Preis von 24 Euro erhältlich.